Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kunstmesse Brafa in den Galerien Vermisst wird ein mitreißender Internetauftritt

Die Teilnehmer der Brüsseler Kunst- und Antiquitätenmesse müssen Pandemie bedingt zuhause ausstellen. Online kommt jedoch nur eine trockene Goodwill-Tour heraus.
28.01.2021 - 11:53 Uhr Kommentieren
Der kunstvoll gearbeitete Behälter entstand um 1650, als die Portugiesen Sri Lanka erobert hatten. Quelle: Galeria São Roque Lissabon
Juwelenkästchen aus Elfenbein

Der kunstvoll gearbeitete Behälter entstand um 1650, als die Portugiesen Sri Lanka erobert hatten.

(Foto: Galeria São Roque Lissabon)

Paris Die Kunst- und Antiquitätenmesse Brafa (Brussels Antiques & Fine Art Fair) läuft in diesem Jahr im hybriden Doppelpack: mit physischer Präsenz als „Brafa In The Galleries“ und online auf www.brafa.art. Bis zum 31. Januar vereint die Brafa In The Galleries 129 Händler aus 14 Ländern in 38 Städten jeweils in ihren eigenen Galerien mit einer Präsentation quasi wie am Messestand.

Der jeweiligen Landesregelung bezüglich der Covid-Pandemie entsprechend, können Besucher Kunst aus bis zu 7000 Jahren besichtigen. In Brüssel in 37 Galerien und in Paris in 31 Kunsthandlungen.

In Deutschland beteiligen sich „Die Galerie“ in Frankfurt mit dem Schwerpunkt auf CoBrA-Kunst, der auf Archäologie spezialisierte Günter Puhse in Freiburg, bei dem man eine kleine römische Bronze-Venus aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert erwerben kann. Röbbig in München ist mit ihrem Topangebot von Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts dabei.

Auf der Website der Brafa findet man seit 27. Januar, dem Eröffnungstag der Messe, bis zu neun Werke mit Foto und Kurzbeschreibung pro Galerie. Wer Genaueres oder Preise wissen möchte, füllt ein Mail-Formular aus. Bedauerlicherweise kommt die gewünschte Auskunft nicht prompt zurück. Das ist erstaunlich, weil die Brafa zu den Messen mit dem sympathischsten Ambiente zählt, was sie dem professionellen und persönlichen Einsatz ihrer Organisatoren zu verdanken hat.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In Brüssel erfreute der Parcours mit seinem bewusst abwechslungsreichen Mix vieler Sammelgebiete. Dagegen bleiben das digitale Abrufen der teilnehmenden Galerien, geordnet nach Städten und Fachgebieten, und der Klick auf die einzelnen Objekte eine trockene Goodwill-Tour. Da helfen auch die von Kamerateams gedrehten Videos nicht, selbst wenn sie hübsche Händlerinnen wie die Pariser Schwestern Berthet-Aittouarès oder deren Ware zeigen.

    Die Lissabonner Galerie São Roque offeriert ein prachtvolles Juwelenkästchen aus Elfenbein und Silber. 1658 wurde die Schatulle in Ceylon für den portugiesischen Markt hergestellt.

    Männerporträt von André Derain

    Andere Videos wagen einen 360-Grad-Schwenk durch die Galerieräume mit dem Messeangebot. Beispiele liefern die Pariser Alexis Bordes, der die Kunst des 19. Jahrhunderts pflegt, oder die Galerie des Modernes. Philippe Bismuth und Vincent Amiaux konzentrieren sich auf den Sekundärmarkt und handeln mit werthaltiger Kunst der Klassischen Moderne.

    In der Messeofferte der Galerie des Modernes entdeckt man ein Männerporträt von André Derain, das sich 1929 in der tonangebenden Avantgarde-Galerie von Alfred Flechtheim befand. Das Galeristenduo betont, dass die Initiative Brafa In The Galleries in der aktuellen Situation kommerziell wichtig sei. Die beiden weisen auch auf den nur symbolischen Betrag hin, den sie für die Brafa-Beteiligung bezahlen. Andere reine Onlinemessen dagegen sind zwar teuer, waren aber nicht sehr rentabel.

    Mehr: Kunstmesse: Wie die Expo Chicago auf Covid-19 reagiert

    Startseite
    Mehr zu: Kunstmesse Brafa in den Galerien - Vermisst wird ein mitreißender Internetauftritt
    0 Kommentare zu "Kunstmesse Brafa in den Galerien: Vermisst wird ein mitreißender Internetauftritt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%