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Kunstmuseum Wolfsburg Unerwarteter Wechsel an der Spitze

Das für seine disziplinübergreifenden Ausstellungen bekannte Kunstmuseum der VW-Stadt Wolfsburg schasst seinen Direktor.
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Hinter dem Kunstmuseum Wolfsburg steht die vermögende Kunststiftung Holler, gegründet von Asta und Christian Holler, den Eigentümern der Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH (VVD). Quelle: dpa
Kunstmuseum Wolfsburg

Hinter dem Kunstmuseum Wolfsburg steht die vermögende Kunststiftung Holler, gegründet von Asta und Christian Holler, den Eigentümern der Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH (VVD).

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas von der VW-nahen Holler-Stiftung unterhaltene Kunstmuseum Wolfsburg verdankt sein Renommee drei eigenwillig-kreativen Direktoren: Gründungsdirektor Gijs van Tuyl, seinem Nachfolger Markus Brüderlin und Ralf Beil. Unter ihnen erarbeitete sich das 1994 gegründete Privatmuseum sein herausragendes Profil als spartenübergreifender Kundschafter der Moderne im 21. Jahrhundert.

Nun hat sich das Kunstmuseum Wolfsburg unerwartet schnell von Beil, der erst dreieinhalb Jahr amtierte, getrennt und einen Nachfolger inthronisiert. Wie das Ausstellungshaus mitteilte, wird der Kunsthistoriker Andreas Beitin das Amt zum 1. April 2019 übernehmen. Er wechselt vom Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen, wo er seit Februar 2016 Direktor war, nach Wolfsburg.

In Wolfsburg wird Beitin nach einer Interimslösung das Amt vom 53-jährigen Beil übernehmen, der erst kürzlich von seinen Dienstpflichten freigestellt worden ist. Einer einvernehmlichen Aufhebungsvereinbarung habe Beil nicht zugestimmt, hieß es Ende vergangener Woche vom Museum.

Beil selbst antwortete mit einer anklagenden E-Mail auf seinen Rauswurf. Darin bedauert er, zwei große Ausstellungen im kommenden Jahr nicht mehr betreuen zu können. Die künstlerische Freiheit dafür sei am Kunstmuseum Wolfsburg offenbar nicht gegeben, schrieb er. Beil hat das Haus, das im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, seit Januar 2015 geleitet.

2016 thematisierte Beil mit der Schau „Wolfsburg Unlimited“ die Metamorphosen der unter dem NS-Regime gegründeten Stadt und sparte auch das Video einer Pressekonferenz nicht aus, in welcher der ehemalige VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn den systematischen Abgasbetrug seines Konzerns einräumte.

Im Januar wird das Museum wegen Sanierungsarbeiten bis Ende März geschlossen. Vorübergehend übernimmt Otmar Böhmer, Geschäftsführer des Museums und Vorstandsmitglied der Kunststiftung Volkswagen, die Leitung, hieß es. Die maßgeblich von Beil erarbeitete Jubiläumsausstellung über Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters soll im Frühjahr eröffnet werden.

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