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Kunsturteil Schweizer Galerie erhält im Streit um Immendorffs Affen-Skulpturen 1,6 Millionen Euro

Im Streit um die Affen-Skulpturen des Künstlers Jörg Immendorff ist das Urteil gefallen. Die Schweizer Galerie St. Gilles erhält die bei der Auktion 2015 erzielte Summe.
10.01.2019 - 17:00 Uhr Kommentieren
Bei der Vorbesichtigung zur Auktion. Quelle: dpa
Affenreigen

Bei der Vorbesichtigung zur Auktion.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das Düsseldorfer Landgericht hat im Streit um 70 Affen-Skulpturen aus Bronze des 2007 gestorbenen Künstlers Jörg Immendorff die im Jahr 2015 bei der Auktion des Kölner Auktionshauses Van Ham erzielten 1,6 Millionen Euro der Schweizer Galerie St. Gilles zugesprochen. Nach Ansicht des Gerichtes waren sie damals fälschlicherweise als Teil der Insolvenzmasse des wegen Betrugs verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach versteigert worden.

Die Hintergründe des Verfahrens reichen zurück in Immendorffs letzte Lebensphase, in der er durch seine ALS-Erkrankung kaum noch arbeiten konnte, aber viel Geld brauchte. Sein Wegbegleiter Helge Achenbach betreute den Auftrag an die Schweizer Galerie, die beliebten Bronze-Affen in Serie zu gießen, die Achenbach auf Kommissionsbasis verkaufen sollte.

In Fachkreisen werden sowohl die künstlerische Qualität der Serien-Affen als auch ihre Authentizität als Originale angezweifelt. Deshalb staunte die Kunstwelt nach der mit großem Medieninteresse verfolgten Auktion über den hohen Erlös von 1,6 Millionen Euro.

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