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Reflektierendes Kunstwerk

Fritz Bagel (vorn links) schenkte das Lichtrelief „Der kleine Urwald“ von Künstler Heinz Mack (rechts) dem Museum Kunstpalast.

(Foto: Anne Orthen / VG Bild-Kunst 2019)

Kunstwerk von Heinz Mack Kunstpalast erhält millionenschweres Geschenk von Unternehmer Fritz Bagel

Der Düsseldorfer Kunstpalast hat das teuerste Relief des Künstlers Heinz Mack geschenkt bekommen. Verkaufs- und Schätzpreis lagen enorm weit auseinander.
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Düsseldorf Der Düsseldorfer Unternehmer Fritz Bagel schenkt ein Hauptwerk des Zero-Künstlers Heinz Mack dem Kunstpalast in Düsseldorf. Das gab das Museum gestern bekannt. Das zwei mal drei Meter messende Lichtrelief „Kleiner Urwald“ hatte im November 2018 viel Aufmerksamkeit bekommen. Denn im Auktionshaus Van Ham in Köln erzielte der Objektkasten mit reflektierenden Aluminiumgittern aus dem Jahr 1966 erstmals den Mack-Weltrekordpreis von etwas über einer Million Euro.

Fritz Bagel ist der Enkel des Großindustriellen Fritz Henkel und seit 1962 gut mit Heinz Mack befreundet. 1957 hatte Mack zusammen mit Otto Piene und später auch mit Günther Uecker die Zero-Bewegung gegründet. Mit industriellen Materialien wollten die Kunstrebellen am Punkt Null die abstrakte Malerei und das alte Weltbild hinter sich lassen.

Bildkompositionen ersetzt Mack durch Strukturen, die Licht reflektieren. Der Künstler betont seine Absicht, „Gegenstände zu machen, deren Erscheinungsweise immateriell ist.“ Die Zero-Kunst überzeugte Bagel von Anfang an, er ist ein leidenschaftlicher Mack-Sammler geworden, hat sogar dessen Wüstenexpeditionen mitgemacht.

In der Geschichte des Kunstpalastes ist es eine der wertvollsten Schenkungen eines künstlerischen Einzelwerks. „Dass ich dazu beitragen konnte, dass dieses herausragende Werk der Zero-Kunst von Heinz Mack aus den sechziger Jahren in Deutschland bleibt und in meiner Heimatstadt im Kunstpalast der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, erfüllt mich mit Freude“, erläutert Fritz Bagel.

„Meine Familie und ich sind seit Jahren mit Heinz Mack befreundet“, sagte Bagel weiter. „Und wir sind nach wie vor von seiner Licht und Dunkel, Statik und Dynamik verbindenden Kunst fasziniert. Ich wünsche mir sehr, dass die Besucher des Kunstpalastes diese Faszination teilen.“

Kein Referenzwert für das Werk

Es bleibt die Frage, warum der Bruttoverkaufspreis von 1.016.000 Euro und der Schätzpreis von 150.000 bis 200.000 Euro so weit auseinanderliegen. Van Ham-Experte Robert Van den Valentyn erklärt das so: „Diese museale Arbeit war schwer zu schätzen, weil es bei Macks Reliefs keinen Referenzwert gibt.“ Im Auftrag Bagels hatte die Galerie Samuelis Baumgarte das aus einer ungenannten Unternehmenssammlung stammende Lichtrelief telefonisch ersteigert. Der Unterbieter war ein deutscher Privatsammler.

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