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Lange Warteschlangen am ersten Tag MoMA in New York wiedereröffnet

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MoMA-Direktor Glenn D. Lowry verteidigte die Erhöhung der Eintrittspreise um mehr als 60 %, die auch von New Yorker Medien kritisiert worden war. Die Möglichkeit, „die weltweit größte Sammlung moderner Kunst nun auf ganz neue Weise betrachten zu können“, rechtfertige den Preis. Zudem sei der Eintritt weiterhin an jedem Freitagnachmittag ab 16.00 Uhr frei.

„Die Tatsache, dass ein Besuch des MoMA sein Geld wert ist, bedeutet nicht, dass die Verwaltung des Museums über den neuen Preis auch noch begeistert sein muss“, schrieb die „New York Times“. “Diese Sammlung allen zugänglich zu machen, die Kunst lieben, ist eine ebenso verantwortungsvolle Aufgabe wie die angemessene Ausstellung dieser Kunst.“

Das Ergebnis des nahezu eine halbe Milliarde Dollar (rund 400 Mill. €) teuren Um- und Ausbaus des MoMA unter Leitung des japanischen Architekten Yoshio Taniguchi lobten die ersten Besucher ebenso einhellig wie die Kunstkritiker. „Es hat sich gelohnt, ich komme wieder“, sagte Jean Brunier, ein weißhaariger Pariser Kunstliebhaber, der eigens von der Seine an den Hudson geflogen war.

Von der allgemeinen Begeisterung, die schon einsetzte, kaum dass die Gerüste abgebaut waren, ließ sich auch der Meisterarchitekt Taniguchi mitreißen. „Es ist nahezu perfekt“, lobte der 67-Jährige, der vorher fast nur in Japan tätig war, sein eigenes Werk. „Ich sollte das eigentlich nicht sagen, denn ich bin Japaner. Von mir wird erwartet, dass ich bescheiden klinge.“

Doch Bescheidenheit sei hier fehl am Platze, machten ihm berühmte New Yorker wie der Schriftsteller John Updike klar. Taniguchi habe mit seiner Methode des Minimalismus allein die Kunst in den Vordergrund gestellt. Er habe damit für New York eine „unsichtbare Kathedrale der Kunst“ geschaffen.

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