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Literaturbilanz Die besten Wirtschaftsbücher des Jahres

Von einer Aufsehen erregenden Biografie über Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann bis zu einem Werk, mit dem Daniel Zimmer den Wirtschaftsbuchpreis gewann. Ein Rückblick auf Bücher, die sich Weihnachten zu schenken lohnen.
21.12.2013 - 12:52 Uhr Kommentieren
Historische Bücher: Welches Werk aus 2013 es wohl zum Klassiker schafft? Quelle: dpa

Historische Bücher: Welches Werk aus 2013 es wohl zum Klassiker schafft?

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ach, hätten sie in der FDP in diesem Jahr doch mehr gelesen! Es mangelte wahrlich nicht an herausragendes Büchern, die sich mit liberalem Gedankengut befassten und sehr viele Steilvorlagen lieferten für die Partei, die das alles nicht umsetzend ihre Wählerschaft vergraulte und am Ende so viele Prozente holte wie Alkohol in einer Flasche Pils ist. Vielleicht bleibt ja über Weihnachten Zeit, sich noch einige der besten Wirtschaftsbücher des Jahres durchzulesen und so beim nächsten Mal mehr als 4,8 Prozent zu erreichen.

> Der Handelsrechtler, der die Politik warnt

Ob Daniel Zimmer FDP-Mitglied ist, wollte der Gewinner des diesjährigen Wirtschaftsbuchpreises auch auf wiederholte Nachfrage nicht sagen, als Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart ihn während der Frankfurter Buchmesse ehrte. Zimmers Sieger-Buch „Weniger Politik“ (Verlag C.H. Beck) ist aber Liberalismus; ein fulminanter Appell an die Politik, sich zurückzunehmen und den Bürgern mehr Freiheiten zu gewähren.

Die Jury überzeugten Zimmers Argumente, die ausufernde Regulierung, die Bevormundung durch zu Staat und die Beschränkung der wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten zu stoppen. Die Politik schieße immer wieder über das Ziel hinaus. Zimmers Appell: Der Staat dürfe nicht beständig neue Aufgaben für das Gemeinwesen erfinden. (Laudatio auf Daniel Zimmer)

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    > Der Großgeist, der in die Köpfe schaut (Frank Schirrmacher)

    Wo Zimmer liberales Gedankengut fördert, greift es Frank Schirrmacher brutal an. Der Mit-Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung machte mit seinem Buch „Ego: Das Spiel des Lebens“ (Blessing) im Februar einigen Wirbel. Seine Ideen gehen weit über die Unterm-Strich-Zähl-Ich-Argumentationen hinaus. Der Mensch ist programmiert worden, egoistisch zu sein – eine seit Jahrzehnten entwickelte Marionette des Kapitalismus. Schirrmacher trennt, was Konservative und Neoliberale bisher verbunden hat. Das Buch ist beachtenswert, gerade weil es in seiner Konsequenz so verstörend ist.

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