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Markt für Moderne Und ewig lockt das Weib

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Egon Schiele als junger Künstler
Egon Schiele (1890-1918) verwendete für sein
Radikales Konzept für ein Selbstporträt

Egon Schiele (1890-1918) verwendete für sein "Selbstbildnis mit gespreizten Fingern" (1909) Öl und metallische Farben. Es kommt am 2. Februar 2016 mit einer Taxe von 6 bis 8 Millionen Pfund zur Auktion. Quelle: Christie's Images Ltd. 2016

Die Toplose

Zu den weiteren Höhepunkten der am 2. Februar beginnenden Auktionsserie gehören bei Christie’s vor allem Gemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert. Unter den signifikanten Frühwerken fällt das Selbstporträt von Egon Schiele auf, das, 1909 gemalt, als erstes in Öl gemaltes Selbstbildnis vom Künstler zur Ausstellung freigegeben wurde (6 bis 8 Millionen). In ihm manifestiert sich das wachsende Selbstbewusstsein dieses viel zu früh gestorbenen Künstlers.

Ebenso einschneidend muss für Otto Dix die Arbeit „Schwangeres Weib“ (1919) gewesen sein, das als eines der Hauptwerke der kosmologischen Stilphase des Künstlers gilt. Es beschreibt eindringlich die kurze positive Aufbruchsphase in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg (2 bis 3 Millionen Pfund). Das kraftvolle Gemälde gehörte vor 2010 der Galerie Valentien in Stuttgart und hing bis 2010 als Dauerleihgabe in der Staatsgalerie Stuttgart. Im Juni 2010 fiel es in bei Christie's in London durch. Jetzt ist die Taxe niedriger. Das Pendant dazu besitzt die Nationalgalerie in Berlin, eine einmalige Gelegenheit, ein Hauptwerk dieses Chronisten der Weimarer Jahre zu ersteigern.

Glanz der Provenienz

Der Frankfurter Industrielle Carl Hagemann (1886-1940) förderte früh vor allem die Expressionisten. Unter den aus seiner Sammlung bei Christie’s eingereichten Bildern erheischt vor allem der 1916 gemalte „Bahnhof Königstein“ von Ernst Ludwig Kirchner die Aufmerksamkeit der Kenner (1,5 bis 2 Millionen Pfund).

Claude Monets Ansicht des Palazzo Ducale von 1908 wird bei Sotheby's zum Schätzpreis von 12 bis 18 Millionen Pfund angeboten. Quelle: Sotheby's
Venedig in flirrendem Licht

Claude Monets Ansicht des Palazzo Ducale von 1908 wird bei Sotheby's zum Schätzpreis von 12 bis 18 Millionen Pfund angeboten. Quelle: Sotheby's

Sotheby’s Angebot zeichnet sich durch eine stärkere Auswahl an Skulpturen aus und durch starke Arbeiten von Malern aus dem 19. Jahrhundert, die die Moderne anklingen lassen. Das 1908 gemalte Spätwerk von Claude Monet „Le Palais Ducal vu de Saint - Georges Majeur“ paradiert zum ersten Mal auf der Auktionsbühne. Die Schätzung von 12 bis 18 Millionen Pfund liegt weit über den Toplosen, die Christie’s anzubieten hat.

Aus der Sammlung Nahmad stammt Monets stimmungsvolle Ansicht auf den in gleißender Sonne liegenden Dogenpalast in Venedig. Es ist damit exzellent dokumentiert. Picasso, vor allem mit dem 1935 gemalten Porträt seiner Muse Marie-Thérèse Walter (16 bis 20 Millionen Pfund) und die französischen Spätimpressionisten aus der Sammlung von Royan Middleton markieren die Höhepunkte des Abends.

Christie's Abendauktion mit Impressionisten und Moderne sowie Surrealisten: 2. Februar 2016

Sotheby's Abendauktion mit Impressionisten und Moderne sowie Surrealisten: 3. Februar 2016

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  • Stephanie Dieckvoss
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