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Medienbericht Salinger-Fans dürfen auf posthume Publikationen hoffen

Fünf Jahre nach dem Tod von J.D. Salinger gibt es Gerüchte um posthume Veröffentlichungen einiger Werke. Laut einem Bericht hat der „Fänger im Roggen“-Autor angeordnet, fünf seiner Manuskripte ab 2015 an zu publizieren.
25.08.2013 - 18:21 Uhr Kommentieren
Eines der wenigen Bilder von J.D. Salinger von 1951. Fünf Jahre nach seinem Tod sollen einige Werke des Autors veröffentlicht werden. Quelle: ap

Eines der wenigen Bilder von J.D. Salinger von 1951. Fünf Jahre nach seinem Tod sollen einige Werke des Autors veröffentlicht werden.

(Foto: ap)

New York Mehrere Jahre nach dem Tod von J. D. Salinger könnten noch einmal neue Bücher des Autors von „Der Fänger im Roggen“ herauskommen. Die „New York Times“ berichtete am Sonntag unter Berufung auf eine neue Dokumentation, dass der Schriftsteller vor seinem Tod 2010 die Veröffentlichung von mindestens fünf Manuskripten von 2015 an angeordnet habe. Die Bücher sollten zum Teil auf schon vorhandenem Material aufbauen, zum Teil völlig neu sein.

Der US-Amerikaner Jerome David „J. D.“ Salinger hatte 1951, da war er gerade 32, das Buch „Der Fänger im Roggen“ veröffentlicht und damit einer ganzen sich unverstanden fühlenden Generation ihre literarische Grundlage gegeben. Der Roman wurde ein Meilenstein und Welterfolg, doch Salinger konnte später nicht annähernd daran anknüpfen. Jahrzehntelang lebte er völlig zurückgezogen, bevor er im Januar 2010, vier Wochen nach seinem 91. Geburtstag, starb.

Bei den neuen Veröffentlichungen soll es auch um die Familie Caulfield gehen – Holden Caulfield war der Protagonist des „Fängers im Roggen“. Eine andere dreht sich um die Familie Glass, die schon aus anderen Geschichten bekannt ist. Die Bücher sollen sich auch stark an persönlichen Erfahrungen Salingers orientieren, etwa seine Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg, die ihn, der gut Deutsch sprach, auch nach Deutschland führte und seine erste Ehe mit der Deutschen Sylvia Welter.

Die Dokumentation besteht vor allem aus einem Film, der aber von einem Buch begleitet werden soll. Beides soll Anfang September erscheinen. Filmemacher Shane Salerno habe neun Jahre an der Dokumentation gearbeitet.

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    In dem Film soll gerade auch die Beziehung zu Welter beleuchtet werden. Dabei geht es um die Frage, ob sie eine Zuträgerin der Gestapo war. Salinger hatte Welter 1945 geheiratet - da machte er als Nachrichtenoffizier gerade Jagd auf untergetauchte Nazis. Die Ehe hielt nicht lange. Wenige Wochen nach der Rückkehr nach New York 1947, berichtet der Film, „fand sie ein Flugticket nach Deutschland auf ihrem Frühstückstisch“.

    • dpa
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