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Münchener Kunstherbst II Die Fundgrube

Die 87. „Kunst und Antiquitäten München“ auf dem Nockherberg richtet sich an Kunstliebhaber mit Freude am Originellen, an Sammler mit geschultem Blick. Sie ist die Messe in München, die, was die Präsentation betrifft, am wenigsten ambitioniert ist.
22.10.2012 - 14:24 Uhr Kommentieren
Blick in den Stand der Kunsthandlung Klaus Spindler, links die Wiener Stühle. Quelle: K. Spindler

Blick in den Stand der Kunsthandlung Klaus Spindler, links die Wiener Stühle.

(Foto: K. Spindler)

München Die älteste aller Kunstmessen in der Isarmetropole, die „Kunst und Antiquitäten München“  läuft noch die ganze Woche bis 28.Oktober. Auch in ihrer 87.Ausgabe wird sie ihrem Ruf als Fundgrube gerecht. Liebhaberstücke und  Originelles vergangener Epochen zu erschwinglichen Preisen -  das ist das Profil dieser Traditionsmesse. Weil sie im Festsaal des Paulanerbräus stattfindet, heißt sie kurz Nockherbergmesse.

Unrestauriert, ungepolstert und nur ansatzweise zugeschrieben  – doch auf der Vernissage der „Kunst und Antiquitäten“ war ein Satz von vier schwarzgrundigen Wiener Stühlen, die viermal das gleich Bauschema mit variiertem Dekor durchspielen, sofort bei Klaus Spindler verkauft. Sebastian Jacobi, einem forschenden Sammler, der für sein Gespür bekannt ist, waren die Stühle, die vielleicht einmal Modelle für Kunstgewerbeausstellungen abgaben, 15.000 Euro wert. Dieser Verkauf ist typisch für diese Messe, die populärer daherkommt als die Highlights und die Kunst-Messe München . Doch Kenner, Sammler, Museumsleute und Kunsthistoriker wissen, dass dort im bunten Nebeneinander von high and low immer auch Trouvaillen warten. Es kommt schon mal vor, dass einzelne solcher Nockherberg-Raritäten später auf Nobelmessen Triumphe feiern.

Musik aus dem Sekretär
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