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Neue Gema-Preispolitik Diskotheken fürchten siebenmal höhere Gebühren

Die Gema macht große Veranstaltungen um ein Vielfaches teuerer als bisher, kleine Veranstalter zahlen weniger. Die Musikveranstalter laufen Sturm gegen die Pläne. Für mittelgroße Diskos seien sie existenzbedrohend.
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Mit der neuen Gebührenordnung könnte Tanzen teurer werden. Quelle: AFP

Mit der neuen Gebührenordnung könnte Tanzen teurer werden.

(Foto: AFP)

München/DüsseldorfVon 2013 an müssen Veranstalter von kleinen Musik-Events deutlich weniger Gema-Gebühren zahlen. Große Veranstaltungen werden allerdings für die Organisatoren und damit möglicherweise auch für die Gäste deutlich teurer.

Die deutsche Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) - die staatlich anerkannte Treuhänderin der Musikschaffenden - will ihre Tarifstruktur von Grund auf ändern. Gema-Vorstandsmitglied Georg Oeller geht davon aus, dass 60 Prozent aller Veranstaltungen durch die neuen Tarife wirtschaftlich entlastet werden.

Das sieht die Bundesvereinigung der Musikveranstalter anders und läuft Sturm gegen die Pläne der Gema. „Für Musiknutzer bringt das Erhöhungen von mehreren hundert Prozent, teilweise sogar bis zu 1.000 Prozent mit sich. Das verschweigt die Gema in ihren Meldungen. Es werden in der Tat einige kleinere Veranstaltungen entlastet. Aber ein Großteil der Musikveranstalter in Deutschland wird durch die neuen Tarife erheblich belastet“, sagte Geschäftsführer Stephan Büttner im Deutschlandradio Kultur.

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter nannte die Änderungen „existenzbedrohend“ für Livemusik- und Tonträgerveranstaltungen. Besonders für Diskotheken könnten die Änderungen schwerwiegend sein: Eine mittelgroße Diskothek etwa musste laut Büttner bisher rund 20.000 Euro der Gema an Gebühren zahlen. In Zukunft seien es 140.000 Euro.

An zwei Beispielen hatte die Gema die neue Tarifstruktur, die ab dem 1. Januar 2013 gelten soll, deutlich gemacht: Für eine kleine Tanzveranstaltung mit 300 Gästen und Eintrittsgeld von drei Euro waren bisher 192,80 Euro an Gema-Gebühren fällig, künftig seien es nur noch 90 Euro.

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4 Kommentare zu "Neue Gema-Preispolitik: Diskotheken fürchten siebenmal höhere Gebühren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • GEZ + GEMA sind die besten Wahlhelfer der Piraten!

    Wenn wir Piraten an der Macht sind, werden wir die Abzocker über die Planke schicken und Kielholen ;-)

  • Die absolute Mehrheit! Ja, darauf freu' ich mich schon. Solche Geld verprassende weil extrem ineffiziente, staatlich aufgezwungene Organisationen müssen endlich abgeschafft oder von Grund auf reformiert werden - letzteres traue ich allerdings keiner der etablierten Parteien zu. Die sind alle selbst viel zu machtgeil.

  • Es ist schon ziemlich krass, was diese Abzocker von der GEMA sich erdreisten. Nur weil Youtube keinen Bock hatte, sich diesen Abzockern ausliefern zu lassen und nix an sie bezahlen will. wollen sie jetzt umso mehr in Deutschland abzocken.

  • Oh bitte Gott, BITTE! Lass die GEMA die Gebühren zum 1.1.2013 erhöhen! Dann kriegen die Piraten glatt die Mehrheit im Bundestag!

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