Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neue Messe Sammler-Spielwiese: Kunst aus Papier kann ein Schnäppchen sein

Die Galerieszene in Frankfurt wird attraktiver. Dafür sorgt auch die Messeneugründung „Paper Positions“. Sie ist auf Kunst aus Papier spezialisiert.
Kommentieren
Die Paper Positions findet im noch nicht eröffneten
Zwischennutzung

Die Paper Positions findet im noch nicht eröffneten "Flare of Frankfurt" statt. Danach wird weitergebaut.

(Foto: RFR Management GmbH)

Frankfurt/Main Kunst auf Papier umfasst mehr als Zeichnung und Collage. Raumfüllende Skulpturen oder ausgefallene Schmuckobjekte werden daraus auch gefertigt. Mit Preisen, die schon im dreistelligen Bereich beginnen, ist sie ein ideales Medium für Einsteiger. Die Berliner Kunstmesse „Positions“ gründet jetzt eine „Paper Positions“ in Frankfurt mit 40 ausstellenden Galerien. Sie läuft vom 5. bis 8. September.

Parallel zum Saisonstart der Frankfurter Galerien bespielt die auf Kunst auf Papier fokussierte Veranstaltung einen Neubau im Zentrum, der erst danach fertiggestellt wird. Die Aussteller kommen zur Hälfte aus Frankfurt und der Region, die anderen aus dem Rest Deutschlands, zehn davon aus Berlin.

Die Stadt wolle den Saisonstart zur Frankfurt Art Experience ausbauen, daher sei die beauftragte Agentur an sie herangetreten, erklärt Kristian Jarmuschek, der mit Heinrich Carstens die Positions-Messen in Berlin, München, Basel und jetzt eben auch Frankfurt organisiert. Mit dem Termin sei er allerdings nicht ganz glücklich, weil der Kalender hier schon so dicht besetzt sei, nicht zuletzt mit der „Art Berlin“ und Positions ab 13. September. Langfristig sei ein Termin zwischen Art Karlsruhe im Februar und Art Cologne im April geeigneter, am liebsten in der Messe Frankfurt.

An diesem Ort existiert allerdings bereits eine Kunstmesse. Anfang November findet dort zum zweiten Mal die „Discovery Art Fair“ statt. Organisiert wird sie von Jörgen Golz, mit dem die Positions schon in Berlin um Aussteller und Publikum ringt. Dort (und in Köln) betreibt der Eventmanager eine Veranstaltung, die früher Berliner „Liste“ hieß. Das Konzept ist gleich geblieben und lässt neben Galerien auch Künstler als Selbstvermarkter zu – ein entscheidender Unterschied zu Positions und Paper Positions und fast allen seriösen Kunstmessen.

Als Spezialmesse für Kunst auf Papier wäre das Format aber wohl kaum in der Lage, eine kritische Größe zu erreichen, um so eine Location dauerhaft erfolgreich bespielen zu können. Sie müsste sich also größer aufstellen und als Positions allen Medien ein Forum bieten. Das mag noch Zukunftsmusik sein, und Jarmuschek bezeichnet die Frankfurter Premiere im „Flare of Frankfurt“ benannten Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses als Zwischennutzung ausdrücklich als Testballon.

Kristian Jarmuschek steht zusammen mit Heinrich Carstens hinter der Messefamilie aus
Galerist und Messemacher

Kristian Jarmuschek steht zusammen mit Heinrich Carstens hinter der Messefamilie aus "Positions" und "Paper Positions".

(Foto: Frank Beer für Handelsblatt)

Doch für die Region würde eine traditionelle Kunstmesse möglicherweise einen enormen Schub bedeuten. Denn dass die Region durchaus eine Messe tragen kann, hat sie in der Vergangenheit mit der „Art Frankfurt“ und der „Fine Art Fair Frankfurt“ bewiesen.

Seither hat sich viel verändert, auch in Frankfurt. So hat zuletzt der drohende Brexit Teile der Finanzindustrie aus der Londoner City an den Main gebracht. Genau diese Klientel spielte bei der Gründung der Frieze im Jahr 2003 eine Rolle. An Kaufkraft mangelt es ohnehin nicht in der Region. International wichtige Galerien gibt es ebenfalls.

Startseite

Mehr zu: Neue Messe - Sammler-Spielwiese: Kunst aus Papier kann ein Schnäppchen sein

0 Kommentare zu "Neue Messe : Sammler-Spielwiese: Kunst aus Papier kann ein Schnäppchen sein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote