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Neue Wege im Kunsthandel Alte Kunst im Jungbrunnen

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Es gibt keine „unschuldigen“ Objekte
Ensemble mit antiken Tischen und einer Arbeit von Mauricio Nannucci. Ausstellungsansicht bei Hofstätter Projekte, Wien, Foto: Bene Croy
Arbeit mit Schrift und Neon

Ensemble mit antiken Tischen und einer Arbeit von Mauricio Nannucci. Ausstellungsansicht bei Hofstätter Projekte, Wien, Foto: Bene Croy

Die Objekte, die Nannucci auswählte, blieben allerdings unangetastet. Dass Köb ihn als ersten Künstler einlud, erwies sich als doppelt sinnig: Erstens betonen seine Leuchtschriften die Architektur des Raumes; zweitens kann sein berühmtes Kunstwerk mit dem Schriftzug „All art has been contemporary“ als paradigmatisch für derartige Crossover-Projekte gelten. Eben diese Arbeit fehlt in der Ausstellung aber; Nannucci dachte sich lieber Neues aus. Die nun installierten Textzeilen wie „No single object is innocent“ scheinen zunächst naheliegende Weisheiten wiederzugeben. Erst der Ausstellungsraum lädt die leuchtenden Arbeiten mit Bedeutung auf. Sie sind für 35.000 bis 45.000 Euro erhältlich.

Für seine Installation arrangierte Nannucci darüber hinaus Möbel, viele davon aus der Wiener Moderne, zu geometrischen Figuren, aus denen sich Buchstaben zusammensetzen: Stühle bilden einen Kreis, darunter auch die Sitzgarnitur

„Fledermaus“ von Josef Hoffmann (14.000 Euro), Luster ergeben eine Linie (aus dem 18. bis ins 20. Jahrhundert, für 3.700 bis 28.000 Euro) und Tische gruppieren sich zu Recht- oder Dreiecken (großteils aus der Zeit um 1900, zu 3.000 bis 22.000 Euro). Nannucci gelang ein tolles Debüt. Ob Hofstätters Kalkulation, zwei einander fremde Welten einander näher zu bringen, aufgeht wird sich demnächst zeigen.

„Maurizio Nannucci. Similarities & Differences“, bis 28. Februar 2015, Hofstätter Projekte, Dorotheergasse 14, 1010 Wien

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  • Nina Schedlmayer
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