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Neustart Kultur in der Pandemie Die Kunstförderung der Regierung lahmt

Nur ein Teil des aufgestockten Etats für die Bundeskunstsammlung ist bislang verteilt. Die Art Cologne fehlt spürbar als Plattform der Ankaufskommission.
19.11.2020 Update: 20.11.2020 - 12:06 Uhr Kommentieren
Gerwald Roggenschaubs monochromes Lackbild
Im vorigen Jahr für die Bundeskunstsammlung erworben

Gerwald Roggenschaubs monochromes Lackbild "O. T. " von 2019 (Ausschnitt aus dem Hochformat).

(Foto: Gerwald Roggenschaub; Foto: Joachim Schulz, Berlin)

München Der Zeitplan für den zusätzlichen Ankauf von 150 zeitgenössischen Kunstwerken für die Bundeskunstsammlung ist ins Stocken geraten. Um Galerien und Künstler in der Pandemie zu unterstützen, erhöhte Kulturstaatsministerin Monika Grütters im August den Ankaufsetat für diese Sammlung von üblichen 500.000 Euro einmalig um zusätzliche 2,5 Millionen Euro.

Im Sommer war die Rede davon, dass die Gelder noch 2020 der Kunstszene zugutekommen sollen. Von dem 2,5-Millionen-Sonderposten aber sind bislang nicht einmal 30 Prozent ausgegeben. „Wir haben im Herbst Werke von 26 Künstlerinnen
und 20 Künstlern zu einem Volumen von 700.000 Euro angekauft“, erfuhr das Handelsblatt von Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart und Leiterin der Ankaufskommission. Das reguläre Budget wird pünktlich zum Jahresende für Werke von 16 Künstlern und Künstlerinnen fließen, so dass für 2020 insgesamt 1,2 Millionen Euro ausgeschüttet werden.

Dass die Umsetzung des Extraetats aus dem Bundesprojekt Neustart Kultur zu langsam vonstatten gehe, lässt Ulrike Groos nicht gelten: „Zur Unterstützung der Kunstszene haben wir bereits viel geleistet, denn die Ankäufe sind mit Recherche, Bereitstellung sowie Sichtung der konkreten Vorschläge von elf Jurymitgliedern verbunden.“

Gefördert werden vor allem kleinere Galerien. Die Arbeiten sollen den Wert von 20.000 Euro nicht überschreiten. Schon im Herbst wurde angesichts der Pandemie und der hohen Zahl der Kunstwerke das Prozedere geändert. Um flächendeckend auch jenseits der Kunstzentren zu akquirieren, wurde die Kommission um weitere Kuratoren und Leiter von Museen und Kunstvereinen etwa aus Chemnitz, Braunschweig und Münster erweitert.

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    Ein Hindernis ist der Ausfall von Messen. Die Art Cologne war bislang die wichtigste Plattform für die Jury. Jetzt wird via Videokonferenz diskutiert. Die nächste Sitzung ist für März anberaumt, denn die restlichen 1,8 Millionen stehen noch bis Ende 2021 zur Verfügung.

    Mehr: Deutscher Kunsthandel: Zu viele Galerien machen zu wenig Umsatz

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