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New Yorker Börse Das „Fearless Girl“ steht jetzt mitten auf der Wall Street

Auge in Auge mit dem Bullen: So stand die Bronze-Staute eines Mädchens bisher in Manhattan. Nun hat das „Fearless Girl“ einen neuen Kontrahenten.
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Die berühmte Statue steht nun genau gegenüber der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Neuer Gegner für das das „Fearless Girl“

Die berühmte Statue steht nun genau gegenüber der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New York Das kämpferische New Yorker Mädchen hat eine neue Heimat. Die Bronze-Statue „Fearless Girl“, die bisher im Park Bowling Green den berühmten „Charging Bull“ herausgefordert hat, steht nun ein paar Straßen weiter nördlich. Damit wechselt das Mädchen vom Symbol zum eigentlichen Kern der Börsen: direkt vor die New York Stock Exchange, Auge in Auge mit dem Hohetempel des Kapitalismus.

Seit die Bronze-Statue des furchtlosen Mädchen am 8. März 2017 zum Weltfrauentag überraschend den berühmten Bullen entgegensetzt wurde, hat sie die Gemüter erhitzt. Innerhalb kurzer Zeit entpuppte sich die 1,30 Meter große Statue als Touristenattraktion. Auch wegen ihres symbolhaften Kampfes gegen die von Männern dominierte Wirtschaftswelt. Und so wurde aus einer vorübergehenden Aktion eine dauerhafte Einrichtung.

Die Ironie der Geschichte: Das „Fearless Girl“ endet nun dort, wo der Künstler Arturo Modica ursprünglich seinen Bullen platziert hatte. Modica hatte die mehr als 3.000 Kilogramm schwere Statue nach zweijähriger Arbeit 1989 in einer Nacht- und Nebelaktion direkt vor der New Yorker Börse aufgestellt. Die 350.000 Dollar Produktionskosten hob der italienische Künstler aus eigener Kraft.

Es sollte nach dem „Black Monday“, dem Börsencrash von 1987, den Amerikanern wieder Mut machen. Es sei sein Geschenk, sagte Modica damals, aus Dankbarkeit, dass die USA ihn so herzlich aufgenommen hatten. Die Behörden reagierten seinerzeit nicht ganz so herzlich und ließen den „Charging Bull“ schnell entfernen.

Doch da hatte es die Statue bereits auf die Titelseiten geschafft – und auf Druck der New Yorker wieder aufgestellt. Allerdings nicht vor der Börse selbst, sondern 200 Meter weiter südlich im Bowling Green Park wieder auf, wo der Bulle bis heute steht.

Der Schöpfer des Bullen protestiert seit dem ersten Tag gegen das „Fearless Girl“, weil sie die Bedeutung seines Kunstwerks verändert. Ein Künstler platzierte sogar eine kleine Hundestatue neben dem Mädchen, die ihm ans Bein pinkelt. Andere kritisieren das Mädchen als Marketing-Trick eines Investmentfonds.

Tatsächlich ist das „Fearless Girl“ eine Idee der Werbeagentur McCann im Auftrag von State Street Global Advisers. Die Investmentfirma aus Boston ist der drittgrößte Vermögensverwalter der Welt und hat einen Index-Fonds (ETF) unter dem Namen SHE aufgelegt, der auf Unternehmen mit hohem Frauenanteil setzt.

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