„Platz an der Sonne“ Monica Lierhaus muss Fernsehlotterie verlassen

Die Deutsche Fernsehlotterie ändert ihr Werbe-Konzept. Statt bekannten Gesichtern sollen künftig diejenigen zu Wort kommen, die „von den Förderungen profitieren“. Prominentes Opfer des neuen Konzepts: Monica Lierhaus.
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Die Moderatorin Monica Lierhaus verlässt Ende des Jahres die Deutsche Fernsehlotterie. Quelle: dpa

Die Moderatorin Monica Lierhaus verlässt Ende des Jahres die Deutsche Fernsehlotterie.

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HamburgAbschied vom „Platz an der Sonne“: Monica Lierhaus (43) muss nach knapp drei Jahren ihre Rolle als Glücksfee aufgeben, weil die Fernsehlotterie keine Prominenten mehr auf dem Bildschirm zeigen will. Stattdessen „kommen diejenigen Menschen zu Wort, die von den Förderungen [...] profitieren“, berichtete die Deutsche Fernsehlotterie am Montag in Hamburg über die „neue inhaltliche Ausrichtung“ der Fernsehsendung am frühen Sonntagabend.

Lierhaus hatte vor kurzem Ambitionen für einen Einsatz bei der Fußball-WM 2014 gezeigt. „Ich bin stolz, ein Mitglied der Fernsehlotterie-Familie gewesen zu sein“, zitiert die Lotterie ihre scheidende Botschafterin. Lierhaus hatte Anfang 2009 nach einer Aneurisma-Operation vier Monate im Koma gelegen und befindet sich immer noch in der Therapie.

Lierhaus, die seit Frühjahr 2011 die Gewinnzahlen präsentierte, wird am 29. Dezember zum letzten Mal die Zahlen in der ARD bekanntgeben. Für sie war die Botschafterrolle ein wichtiger Schritt bei ihrer Rückkehr in die breite Öffentlichkeit. Die frühere ARD-Sportmoderatorin hatte sich nach einer lebensgefährlichen Gehirnoperation und monatelangem Koma im Jahr 2009 mühevoll zurückgekämpft - ins Leben und vor die Kamera. Der Lotterie-Vertrag von Lierhaus hatte damals Kritik ausgelöst. Honorar-Diskussionen und Los-Kündigungen hatten in den ersten Monaten nach ihrem Antritt als Nachfolgerin von Frank Elstner den „Platz an der Sonne“ überschattet.

„Bis Ende des Jahres werde ich noch im vollen Einsatz für die Fernsehlotterie sein“, ließ sie am Montag wissen. „Dann freue ich mich darauf, den nächsten Schritt zu machen.“ Bekannt ist, dass sie sich ein Engagement im Online-Bereich der ARD vorstellen kann.

Der Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, Christian Kipper, teilte mit, dass die Unterstützung von Lierhaus, „die sie mit viel Einsatz und noch mehr Herzblut geleistet hat“, sehr wertvoll gewesen sei. 2012 schüttete die Fernsehlotterie rund 48 Millionen Euro an 242 soziale Projekte aus.

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10 Kommentare zu "„Platz an der Sonne“: Monica Lierhaus muss Fernsehlotterie verlassen"

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  • Auch ich bin der Meinung, dass das Gehalt von Nierhaus (wenn das so stimmt - und es wurde meines Wissens nach nie von der Fernsehlotterie dementiert)schlicht gesagt einfach nur "unanständig" ist. Diese Entscheidung hat der Fernsehlotterie bestimmt viel mehr geschadet als genützt und der Schaden ist auch nicht mehr so leicht wieder gut zumachen. Aber es ist gut, dass die Medien heute solche "Skandale'" aufdecken. Ich wünsche der Fr. Lierhaus weiterhin alles alles Gute und der Fernsehlotterie "glücklichere Entscheidungen".

  • Der Schicksalsschlag bei Fr.Lierhaus ist bedauerlich.Aber gibt es nicht tausende derartige Schicksale, ohne das so ein tamtam herum gemacht wird?Diesen Menschen werden keine
    450.000€ nachgeschmissen,im Gegenteil,sie müssen noch um
    ihre Rechte kämpfen. Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass Fr.Lierhaus immer wieder im Rampenlicht stehen will [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Glaubt denn hier jemand allen Ernstes, dass vor Monica Lierhaus Thomas Gottschalk die Gewinnzahlen kostenlos präsentiert hat?
    Jörg Pilawa wird im ZDF auch nicht aus reiner Nächstenliebe seine Rübe in die Kamera hinhalten. Da war mir eine Frau Lierhaus doch authentischer.

  • Euro 350.000 für ein paar Auftritte im Jahr-empfinde ich als parasitär und unverschämt.Aber so ist es bei den öffentlich rechtliche Sender,Fernsehlotterie usw.-alle wollen fette Beute machen.

  • Das ist eine merkwürdige Mentalität. Eine Frau übersteht eine lebensgefährliche Krankheit und ihr einziges Ziel ist wieder im Fernsehen aufzutreten und sich von fremden Leuten anstarren zu lassen.
    Da versteht man, daß die Psychologen solche Leute als Narzisten bezeichnen.
    Das Gehalt ist natürlich eine Frechheit. Für wenige Tage Arbeit im Monat fast eine halbe Million Euro im Jahr.
    Die sogenannte "Wohlfahrtsindustrie" eine Branche zum abkassieren z.B. Caritas und Diakonie.

  • mit dem Jahressalär müssen andere 10 Jahre auskommen; denke sie hat denug bekommen

  • Der Skandal hat endlich ein Ende gefunden, aber er ist nicht vergessen. Die Fernsehlotterie ist für mich seit der Vergütungsorgie mit Frau Lierhaus gestorben !

  • Der Skandal ist jetzt beendet, aber nicht vergessen !! Die Fernsehlotterie ist für mich gestorben !

  • Endlich spart man Gelder für die Allgemeinheit. Warum wurde diese horrende Fehlentscheidung überhaupt getroffen? Zahlen die verantwortlichen wenigstens Bußgelder?

  • Es war überfällig, völlig unabhängig von der derzeitigen personellen Besetzung, vor allem die Kosten für das Ablesen (!) von wenigen Informationen für 450.000 EUR (in Worten vierhundertfünfzigtausend) zu reduzieren, und zwar erheblich. Am besten auf Null. Eine solche Verschleuderung von Geld ist unsagbar. Und das hat nichts mit Neid, sondern mit Vernunft zu tun. Bei einer Ausschreibung hätte man vermutlich eine attraktive Vorleser(in) für 20tsd EUR Gage erhalten (wir reden von einem Arbeitstag in der Woche), mir ist schleierhaft, mit welcher Selbstverständlichkeit solche Gelder verschwendet werden.

    http://www.focus.de/finanzen/news/jauch-lierhaus-und-co-die-gehaelter-deutscher-tv-stars_aid_723458.html

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