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Präkolumbische Kunst Der Maya-Krieger besteht den Test

Die kürzlich in Paris versteigerte 3 Millionen Euro teure Maya-Skulptur eines Kriegers ist echt. Das beweisen jetzt naturwissenschaftliche Untersuchungen.
  • Olga Grimm-Weissert
29.04.2011 - 14:39 Uhr Kommentieren

Paris Die Ende März 2011 im Pariser Versteigerungshaus Hôtel Drouot von Jean-Claude Binoche für knapp 3 Millionen Euro versteigerte Maya-Götterstatue eines Kriegers soll, wie berichtet, falsch sein. Sie stammt trotz gegenteiliger Behauptung on der mexikanischen Regierung aus der Maya-Hochkultur im Norden der Halbinsel Yucatan. Dies belegt nun die nun vorliegende wissenschaftliche Untersuchung. Das Laboratorium für „Mikroanalyse, Wissenschaft alter Materialien und Kulturgut“ stellt fest, dass die von einem Europäer ersteigerte Figur "kein einziges modernes Pigment" enthält. Alle entnommenen Partikel der mehrfarbige Oberfläche erweisen sich als "charakteristische Pigmente des polychromen Stucks der Maya", insbesondere die für die Maya-Kultur typischen  Blau- und Grüntöne.

Die aus Stuck hergestellte Krieger-Gottheit wurde auch auf den Alterungsprozess der Stuck-Pigmente untersucht. Die Mikroanalyse konstatiert "einen natürlichen, langfristigen Veränderungsprozess im Freien in einem Klima mit atmosphärischer Feuchtigkeit." Die Schlussfolgerung des Laboratoriums rehabilitiert die Götterstatue vom Verdacht, eine Fälschung zu sein: "Die verschiedenen Charakteristika der Herstellungstechnik der Skulptur und die Veränderung ihrer Materialien stehen in Einklang mit dem angenommenen Alter des Objekts."

Der Genfer Einlieferer mit dem Pseudonym H.Law (ein Anagramm) kann alle Ankäufe, die er ausschließlich außerhalb von Mexiko tätigte, mit Rechnungen, Katalogen oder Zertifikaten belegen. Denn der An- und Verkauf von präkolumbischen Objekten regeln in Mexiko ein Gesetz von 1827, verschärft im Jahr 1972, und die Unesco-Konvention zum Kulturgüterschutz. Die mexikanische Regierung wünscht, dass sämtliche geplante Verkäufe von präkolumbischen Objekten dem „Staatlichen Institut für Anthropologie und Geschichte“ mitgeteilt bzw. dem mexikanischen Staat restituiert werden sollen. Pikanterweise beurteilen die mexikanischen Archäologen die Authentizität der Objekte nur auf Grund der ihnen vorgelegten Fotos. Eine für Wissenschaftler ziemlich diskutable Vorgehensweise.

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