Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Prinz Badr bin Abdullah Al Saud Saudischer Prinz spendet Millionen für die Mailänder Oper – eine umstrittene Spende

Eine großzügige Spende: Die Mailänder Scala erhält mehrere Millionen Euro aus Saudi-Arabien. Doch die Oper soll im Gegenzug auch etwas leisten.
Kommentieren
Der saudische Kulturminister soll den Aufsichtsrat der berühmten Mailänder Scala erweitern. Quelle: Reuters
Mailänder Scala

Der saudische Kulturminister soll den Aufsichtsrat der berühmten Mailänder Scala erweitern.

(Foto: Reuters)

BerlinDie Mailänder Scala lockt als wohl bekannteste Oper der Welt nicht nur Musikfreunde an, sondern inzwischen auch umstrittene Investoren. So soll der Scala-Aufsichtsrat am 18. März entscheiden, ob der saudische Kulturminister Prinz Badr bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan Al Saud in das Gremium einziehen darf.

Der österreichische Intendant des Opernhauses, Alexander Pereira, hatte zuvor der Zeitung „La Repubblica“ bestätigt, dass sein Haus eine Vereinbarung mit dem Kulturministerium in Riad getroffen habe. Demnach soll die Scala fünf Jahre lang je drei Millionen Euro erhalten sowie jährlich 100.000 Euro an die Musikakademie aus Riad überwiesen werden sollen. Im Gegenzug für die Millionen-Spende soll Prinz Badr bin Abdullah ins Aufsichtsgremium einrücken.

„Wenn die Saudis im Aufsichtsrat der Scala sitzen, ist das eine Ohrfeige für Mailand“, kommentiert Antonio Panzeri, Europaabgeordneter des oppositionellen Partito Democratico (PD) und Vorsitzender des Unterausschusses für Menschenrechte, die Nachricht. Laut dem seit 2015 amtierenden Intendanten, der als Finanzjongleur berüchtigt ist, soll der Kontakt nach Riad über Vertraute des lombardischen Regionalpolitikers Attilio Fontana von der fremdenfeindlichen Regierungspartei Lega zustande gekommen sein.

Pereira warnt vor der Debatte: Verschrecke man den Prinzen, könnten die Saudis ihr Geld andernorts investieren: „In Frankreich wartet man auf nichts anderes.“ Prinz Badr ist seit Juni 2018 der erste Kulturminister des Königreichs Amtierende – seit Saudi-Arabien sich in Richtung Kultur, Tourismus und Sport öffnet.

Der 33 Jahre alte Jurist entstammt dem Königshaus und war seit 2015 Chairman des privaten saudischen Medienimperiums Saudi Research and Marketing Group, das inzwischen auch in den USA und Großbritannien engagiert ist und mit Bloomberg kooperiert.

Das junge Blaublut wurde kurzzeitig prominent als er im Dezember 2017 bekanntgab, dass das einen Monat zuvor für 450,3 Millionen Dollar bei Christie's in New York ersteigerte Leonardo da Vinci-Gemälde „Salvator Mundi“ („Heiland der Welt“) nun im Louvre Abu Dhabi ausgestellt werde. Nachdem zuvor das „Wall Street Journal“ berichtete, dass Prinz Badr dem umstrittenen saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman als Vermittler beim Ankauf des teuersten Bildes der Welt gehandelt haben soll.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Prinz Badr bin Abdullah Al Saud - Saudischer Prinz spendet Millionen für die Mailänder Oper – eine umstrittene Spende

0 Kommentare zu "Prinz Badr bin Abdullah Al Saud: Saudischer Prinz spendet Millionen für die Mailänder Oper – eine umstrittene Spende"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.