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Regisseur Tony Scott gestorben Kein Leben am „tiefsten Abgrund“ mehr

Tragisches Ende eines Hollywood-Regisseurs: Tony Scott nahm sich durch den Sprung von einer Brücke selbst das Leben. An Erfolg mangelte es ihm nicht, das Filmemachen verlangte ihm jedoch mehr ab, als er ertragen konnte.
20.08.2012 Update: 20.08.2012 - 14:43 Uhr Kommentieren

Tony Scott ist tot

Los Angeles Es dauerte nicht lange, da kamen in Los Angeles die Vergleiche auf: Mit einem dramatischen Sprung von einer Brücke nahm sich Regisseur Tony Scott das Leben - sein Tod hatte etwas von so mancher verzweifelter Flucht der Action-Helden seiner Filme. Warum Scott sich im Alter von 68 Jahren für diesen Schritt entschied, erfuhren seine Fans erst einmal nicht. Nach außen jedenfalls sah es so aus, als liefe alles bestens. Zusammen mit seinem älteren Bruder Ridley Scott hatte er zuletzt an „Prometheus“ gearbeitet. Eine Fortsetzung seines Erfolgsstreifens „Top Gun“ mit Tom Cruise war im Gespräch. Doch während Schauspielstars für die Arbeit mit ihm Schlange standen, waren die Kritiker nicht immer so begeistert. Im Schatten von Megastar Ridley lauerte manches gnadenlose Urteil.

„Ich habe schon nach meinem ersten Film aufgehört, Kritiken zu lesen, weil ich so fertig gemacht wurde“, sagte Tony Scott einst in einem Interview mit dem Sender BBC. „Sie können so brutal sein.“ Doch an Anerkennung fehlte es ihm eigentlich nicht. Die Liste der Stars, die über die Jahre mit ihm arbeiteten, ist beeindruckend: Denzel Washington, Will Smith, Gene Hackman, Tom Cruise, Keira Knightley, Robert Redford, Brad Pitt, Bruce Willis, John Travolta, Eddie Murphy, David Bowie, Susan Sarandon, Catherine Deneuve gehören dazu.

Das Publikum bescherte seinen Blockbustern wie „Top Gun“ oder „Der Staatsfeind Nummer Eins“ Millioneneinnahmen an den Kinokassen. Das Urteil der Kritiker: Im Vergleich zu seinem künstlerisch genialen Bruder Ridley sei Tony Scott eher der Handwerker. Dabei ständen visuelle Effekte und Techniken manchmal stärker im Mittelpunkt als die Handlung. Gelobt wurde aber, dass er optische Perfektion erreiche und eine eigene Bildsprache habe, bestimmt von Tempo und Montage.

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