René Simier Die Prägestempel des Hofbuchbinders

Im Rokoko waren Bibliotheken Schmuckstücke. Jedes Buch erzählte qua aufwendigem Stempel von seinem noblen Besitzer. Hampel versteigert jetzt 112 marktbekannte Prägestempel der Werkstatt von René Simier.
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Madame Pompadour-Stempel Nr. 1 aus der Werkstatt Simier (Ausschnitt). Quelle: Tomic´-Hampel KunstauktionenHampel

Madame Pompadour-Stempel Nr. 1 aus der Werkstatt Simier (Ausschnitt).

(Foto: Tomic´-Hampel KunstauktionenHampel)

DüsseldorfDas Münchener Auktionshaus Hampel hat steten Erfolg mit der Versteigerung ganzer ledergebundener Bibliotheken. Am 1. Juli ruft Holger Hampel eine Sammlung von 112 Wappen auf Prägestempeln auf, die marktbekannt ist. Sie stammen aus der Werkstatt des französischen Hofbuchbinders René Simier. Im 18. und 19. Jahrhundert verzierte Simier damit die ledergebundenen Bände der Bibliotheken zahlreicher französischer Könige und Adelshäuser, aber auch die europäischer gekrönter Häupter.

Im Sommer 2010 hat das Pariser Auktionatorenduo Lafon-Castandet im Hotel Drouot in Paris versucht, 349 Lose aus der Simier-Sammlung zu versteigern. Mit mäßigem Erfolg, denn das Auktionsergebnis lag mit 540.000 Euro nur bei der Hälfte der Taxe.

Vorsichtige Schätzpreise

Die Münchner versteigern nicht Stempel für Stempel, sondern die 112-teilige Sammlung, die jetzt aus Süddeutschland eingeliefert wird. Der Schätzpreis für die dekorativen Instrumente liegt vorsichtig zwischen 80.000 und 120.000 Euro. Ob die Vergoldestempel von Madame Pompadour, Dauphine Marie Antoinette und Österreichs Kaiser Franz Joseph diesmal größeres Interesse und höheres Engagement bewirken?

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