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Sotheby's Bilanz 2013 „Restaurierungsbedürftiges Altmeistergemälde“

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20 Prozent mehr superreiche Käufer
Sotheby's Genf blieb auf dem 59,60 Karat schweren Diamanten sitzen, weil der Bieter die 76,3 Millionen Schweizer Franken nicht bezahlen konnte. Foto: Martial Trezzini Quelle: dpa

Sotheby's Genf blieb auf dem 59,60 Karat schweren Diamanten sitzen, weil der Bieter die 76,3 Millionen Schweizer Franken nicht bezahlen konnte. Foto: Martial Trezzini

(Foto: dpa)

Loeb hatte mit Kritik an Ruprechts Geschäftsführung, insbesondere an den hohen Betriebskosten, hoher Kapitalbindung und an Sotheby’s Rückfall im Wettbewerb mit dem Hauptkonkurrenten Christie’s bereits Aktivität bei Sotheby’s ausgelöst. Ruprecht will Aktionäre mit Aktienrückkäufen und einer Sonderdividende von 300 Millionen Dollar besänftigen, die auf Kosten von Sotheby’s Kapitalpuffer geht. Andererseits verärgerte Sotheby’s Führung Loeb durch eine „Giftpille“, die verhindert, dass ein Aktionär mehr als zehn Prozent der Aktien besitzt. Damit, so Loeb, habe Sotheby’s den „jetzigen Vorstand gegen Angriffe von außen abgeschottet“.

Sotheby’s Chef Ruprecht betonte – ähnlich wie Christie’s in seiner Pressemitteilung zum Jahresergebnis 2013 – das Wachstum neuer Käuferschichten, die in 2013 einen Anteil von 30 Prozent stellten, aber auch die starke Aktivität der Eliteklientel, von denen mehr als die Hälfte im Jahr Kunst gekauft oder verkauft haben; ein Anstieg um 20 Prozent in dieser Spitzengruppe. Auch 2014 verspreche ein Rekordjahr zu werden, so Ruprecht unter Verweis auf die höchst erfolgreichen Londoner Auktionen im Februar.

Höhere Erwartungen trogen

Trotz des Umsatzwachstums von 17 Prozenten im Auktionssegment, von 30 Prozent bei privaten Geschäftsvermittlungen und trotz einer Steigerung des Nettogewinns von 108 auf 130 Millionen Dollar hatten Analysten angesichts des boomenden Kunstmarkts mehr erwartet. Ruprecht machte erneut hohe Personal-, Werbe- und Marketingkosten verantwortlich. Der Anstieg der Werbeausgaben lag bei 26 Prozent, Vermittlungskosten wie Reise-, Logistik und andere direkte Unkosten stiegen sogar um 29 Prozent. Auch diese Zahlen zeigen, wie der Wettbewerb der beiden Auktionshäuser um die beste Ware für Versteigerungen die Transaktionskosten im Kunstmarkt nicht billiger, sondern teurer macht.

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