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Sotheby's Erfolg für neue Hybridauktion

Sotheby’s erzielt mit einem Bild von Joan Miró mehr als 22 Millionen Pfund. Ein Rekordpreis in einer schwachen Saison. Umgesetzt wurden 150 Millionen Pfund in der Abendversteigerung.
29.07.2020 - 10:29 Uhr Kommentieren
„Frau mit rotem Hut“ (1947) wurde mit 22,3 Millionen Pfund zum teuersten Werk der Saison. Das Bild hatte einst dem Bildhauer Alexander Calder gehört. Quelle: Sotheby's; VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Joan Miro

„Frau mit rotem Hut“ (1947) wurde mit 22,3 Millionen Pfund zum teuersten Werk der Saison. Das Bild hatte einst dem Bildhauer Alexander Calder gehört.

(Foto: Sotheby's; VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Düsseldorf Knapp 150 Millionen Pfund bei 95 Prozent Absatz nach Losen konnte das Auktionshaus Sotheby’s gestern in einem globalen „Evening Sale“ einnehmen. Für eine durch das Coronoavirus ausgefallene Saison ein beachtliches Ergebnis. Es liegt am Rand der oberen Schätzung. Gleichwohl ist die Summe für rund 70 versteigerte Kunstwerke so hoch wie ein Einzelzuschlag in besseren Zeiten.

Die neueste hybride Form, millionenschwere seltene Kunstwerke an den Meistbietenden zu vermitteln, hat das Auktionshaus Sotheby’s gestern mit Bravour etabliert. Abwesende Bieter konnten ihre Preiszusagen zwar wie bisher online oder im Saal abgeben, vor allem aber per Telefon einem Spezialisten ins Ohr flüstern. Doch ein Dutzend dieser Spezialisten stand mit gebührendem Abstand voneinander live in Sotheby’s Repräsentanzen in London, New York und Hongkong und übergab die Gebote an den Auktionator Oliver Barker. Der steht in einer von Bildschirmen umgebenen Kommandozentrale und orchestriert das Geschehen rund um den Globus.

Alle werden gefilmt und zu Zuschauern auf Sotheby’s Website und bei Youtube übertragen. Die Auktion „From Rembrandt to Richter“ war also live und online, überörtlich und Spartenübergreifend. Der Mix über 500 Jahre Kunstgeschichte kommt gut an. Er verschafft den Alten Meistern im Kontext der Moderne Preise, die sie sonst nie erreichen würden.

In einem langen Bietgefecht wurde das Bild „Frau mit rotem Hut“ von Joan Miró aus dem Jahr 1947 zum teuersten Werk der Saison. Der hartnäckige Käufer setzte 22,3 Millionen Pfund für das Gemälde ein, das einst dem Bildhauer Alexander Calder gehört hatte. Auch Rembrandts Selbstbildnis war gefragt und schraubte seinen Preis gemächlich auf 14,5 Millionen Pfund hoch. Hier hatte der Schätzpreis im Bereich von 12 bis 16 Millionen Pfund gelegen.

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    Einen Rekordpreis konnte indes ein querformatiges Schlachtenbild von Paolo Uccello einfahren. Auf bis zu 800.000 Pfund taxiert, fiel der Hammer für den berückend klaren Meister der Frührenaissance erst bei 2,4 Millionen Pfund.

    Das Selbstbildnis schraubte seinen Preis gemächlich auf 14,5 Millionen Pfund hoch. Geschätzt war es im Bereich von 12 bis 16 Millionen Pfund. Quelle: Sotheby's
    Rembrandt van Rijn

    Das Selbstbildnis schraubte seinen Preis gemächlich auf 14,5 Millionen Pfund hoch. Geschätzt war es im Bereich von 12 bis 16 Millionen Pfund.

    (Foto: Sotheby's)

    Es gab aber auch Enttäuschungen: Die in einem Salon sitzende Tänzerin von Henri Matisse blieb bei 6,5 Millionen Pfund hängen. Sie hätte 8 bis 12 Millionen Pfund einspielen sollen. Und auch der nachfolgende Swimming Pool von David Hockney kam nur knapp mit 4,9 Millionen über die untere Schätzung. Vielleicht lag es daran, dass der britische Popmaler das Becken an einem Regentag malte und nicht bei Sonnenschein. Denn diese Bilder hat der Markt bislang höher bewertet.

    Mehr: Versteigerung im Netz: Christie's strapaziöser Auktionsmarathon

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