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Tefaf New York Fall Die traditionsreiche Kunstmesse vermischt verschiedene Stile

Die Herbstausgabe der Tefaf New York zeigt Alte Kunst, Asiatika und Schmuck. Erstmalig ist auch die Kunst der Moderne bis in die Gegenwart mit dabei.
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Der junge Hirte trägt das prachtvolle Wams des Siegers. Quelle: Julius Böhler Kunsthandlung
Wachsrelief: „David und Goliath“

Der junge Hirte trägt das prachtvolle Wams des Siegers.

(Foto: Julius Böhler Kunsthandlung)

New York Die „Tefaf New York Fall“ legte die letzten vier Jahre in der Park Avenue Armory ihren Herbst-Schwerpunkt allein auf museumswürdige Alte Kunst, Asiatika und Schmuck (bis 5. November). Zeitgenossen und Design hingegen versammelt sie am selben Ort in ihrer Frühjahrsausgabe. Doch in dieser Ausgabe springt die Tefaf ganz überraschend hier und da bis in die Gegenwartskunst. Und zeigt dazu zum ersten Mal auch Moderne-Anbieter wie Zlotowski (Paris), Landau (Montreal), Artvera’s (Genf) oder de la Béraudière (Brüssel).

So bekommen Sammler endlich auch in New York einen Eindruck von dem hochwertigen Cross-over, das die Muttermesse in Maastricht prägt. Zum ersten Mal finden in den holzgetäfelten Räumen des ehemaligen Zeughauses einige Kollaborationen zwischen ganz Alt und Jung statt.

Zusammenspiel von Jean-Michel Frank und Pablo Picasso

Für die Londoner Firmen Colnaghi mit Alten Meistern und Antiken und Ben Brown mit Zeitgenossen ist das allerdings kein Neuland. Erst vor wenigen Wochen traten sie erfolgreich vereint auf der „Frieze Masters“ in London auf. Colnaghi konnte da eine Porphyrvase für eine sechsstellige Summe an einen Neukunden abgeben, der sich bislang nur für die Moderne interessiert hatte.

Eine Premiere ist dagegen das geglückte Zusammenspiel von Jean-Michel Franks Art-déco-Möbeln und Grafik von Pablo Picasso am Gemeinschaftsstand von Anne-Sophie Duval und Almine Rech. Mit diesem Mix kommt die Tefaf auch der Neigung vieler Sammler entgegen, kategorien-, zeit- und gattungsübergreifend zu dekorieren.

Regelmäßig macht sich die Messe hier auch für Amerikana stark. So prunkt beim Tiffany-Spezialisten Lillian Nassau ein schmiedeeiserner Kamin (1882). Den hatte der Meister in seiner eigenen, überaus üppigen New Yorker Residenz Laurelton Hall verbaut. Immer rarer werden dagegen Altmeister-Händler. Jetzt vermisst man so große Namen wie Agnew’s, de Jonckheere, Bob Haboldt und auch Otto Naumann, der 2018 lieber zum Team des Versteigerers Sotheby’s stieß.

Unter den sechs deutschen Ausstellern lockt die Kunsthandlung Julius Böhler mit dem barocken Relief „David und Goliath“. Es ist ganz aus farbigem Wachs modelliert. Denn nichts ähnelt der Haut so wie Wachs. Weiterhin mit sechs Anbietern stark vertreten sind die allseits wieder begehrten Antiken. „Die passen zu allem“, erklärt ein Marktakteur ihren Appeal.

Mehr: Tefaf in Maastricht: Lesen Sie hier, wie die Königin aller Kunstmessen den Anschluss an die Jetztzeit sucht.

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