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Tefaf Vom Auktionssaal auf den Messestand

Früher war es verpönt, Auktionstrophäen sofort auf einer Messe anzubieten. Heute ist es gängige Praxis. Ein Blick auf einige Tefaf-Exponate enthüllt taufrische Auktionseinkäufe und Aufschläge von über hundert Prozent.
23.03.2015 - 11:04 Uhr Kommentieren
Im November 2014 ersteigerte der Londoner Gemäldehändler Richard Green das Blumenstück von Jan Brueghel d. Ä. für 2,19 Millionen Euro bei „žim Kinsky“ in Wien. Quelle: Galerie Richard Green
Kostbarer Blumenstrauß:

Im November 2014 ersteigerte der Londoner Gemäldehändler Richard Green das Blumenstück von Jan Brueghel d. Ä. für 2,19 Millionen Euro bei „žim Kinsky“ in Wien.

(Foto: Galerie Richard Green)

Maastricht Neben Erwerbungen aus Privatsammlungen gehören Ankäufe bei Auktionen selbst beim etablierten Kunsthandel nach wie vor zum Alltag. Doch die Zeitspanne zwischen Auktionserwerb und Messepräsentation ist kurz geworden. Das verdeutlicht  eine genauere Betrachtung der gerade zu Ende gegangenen Tefaf in Maastricht, der bedeutendsten Kunst – und Antiquitätenmesse der Welt. Die Marktbiografie ersteigerter Ware ist heute über Kunstpreisdatenbanken leicht rekonstruierbar und entlarvt teils üppige Aufschläge von bis zu hundert Prozent und mehr. Nicht immer steckt hinter den stattlichen Differenzen zwischen Ein- und Verkaufspreis ein weiterer Besitzerwechsel hinter den Kulissen. Und nur selten verbergen sich hinter den angepeilten Gewinnmarchen hohe Kosten für Restaurierung oder ergänzende Expertisen. Meist verstehen sich die verlautbarten Kaufpreise tatsächlich eher als Verhandlungsbasis, insbesondere im Umfeld von Kunstmessen.

Geschätzte Akquiseplattform
Im diesjährigen Tefaf-Angebot fanden sich jedenfalls mehr als eine Handvoll  Kunstwerke und Sammelobjekte, die sich Aussteller in den letzten Monaten aus dem Auktionsangebot fischten. Mit der Idee einer Partnerschaft mit Sotheby´s für die zwischenzeitlich zu Grabe getragenen Pläne für einen Tefaf-Ableger in Peking mochten sich nicht alle Maastricht-Veteranen anfreunden. Das berichtete Tefaf-Chairman Konrad Bernheimer jüngst im Handelsblatt-Interview. Als Akquisitionsplattform schätzte man die Auktionsbranche dagegen weiterhin. Hauptsächlich bei Gemälden und hier überproportional in der Sektion Alter Meister.

Warhol wird wie wild gekauft
huGO-BildID: 4645470 A visitor stands in front of U.S. artist Jean-Michel Basquiat's (1960-88) painting "Molasses" (1983) during a press preview at M
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10. Platz: Jean-Michel Basquiat

Das Gemälde „Molasses“ von Jean-Marie Basquiat während einer Pressevorschau im Museum of Modern Art im schweizerischen Lugano: Der französische Maler belegt im Ranking der gefragtesten Sammlerstücke 2014 den zehnten Rang mit einem Gesamtumsatz von 172,2 Millionen Dollar. Vor allem im November haben die Kunstinvestoren zugeschlagen. Innerhalb von zwei Auktionswochen sind in New York Kunstwerke für 2,3 Milliarden Dollar versteigert worden.

Quelle: Bloomberg

(Foto: ap)
Zhang Daqian: The Drunken Dance
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9. Platz: Zhang Daqian

Das traditionelle Gemälde „The Drunken Dance“ des chinesischen Künstlers Zhang Daqian: Das Kunstwerk erzielte 2013 umgerechnet 3 Millionen Dollar. Daqian ist eigentlich berühmt für seine atemberaubenden Landschaftsbilder.

(Foto: Sotheby's)
huGO-BildID: 40124482 "Chariot" by Alberto Giacometti is displayed at Sotheby's Autumn evening sale of Impressionist & Modern Art
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8. Platz: Alberto Giacometti

Das teuerste Kunstwerk 2014 war die Bronze-Skulptur „Chariot“ von Alberto Giacometti, die im November für 101 Millionen Dollar bei „Christie's“ zugeschlagen wurde. Insgesamt kam der 1966 verstorbene Künstler nach dem Umsatz auf Platz acht mit 235,2 Millionen Dollar und 140 verkauften Werken.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 37728390 (Files) In this file picture taken on June 18, 2014, A Sotheby's employee poses with a painting by late French impressioni
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7. Platz: Claude Monet

Ein Mitarbeiter von „Sotheby's“ hängt das Gemälde „Nympheas“ von Jean Monet in den Londoner Auktionsräumen auf. Das Gemälde ging für 54 Millionen Dollar über den Tresen. Im Gesamtjahr 2014 erzielte Monet einen Auktionsumsatz von 252,1 Millionen Dollar.

(Foto: AFP)
General view of the Sotheby's building in New York
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6. Platz: Qi Baishi

Eine chinesische Flagge weht mit anderen vor dem Eingang des Auktionshauses „Sotheby's“ in New York: Qi Baishi, bekannt für Bilder von Shrimps, Fischen und Fröschen, besetzt den sechsten Platz. Eine Tuschezeichnung von Qi Bashi mit der Darstellung eines Adlers auf einem Kiefernstamm wurde im Jahre 2011 bei einer Auktion in Peking zum Preis von 425,5 Millionen Yuan von einem Unbekannten ersteigert.

(Foto: Reuters)
The art piece No. 21 (Red, Brown, Black and Orange)" by Mark Rothko stands during a media preview at Sotheby's auction house in New York,
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5. Platz: Mark Rothko
Das Kunstwerk „No. 21 (Red, Brown, Black and Orange)“ von Mark Rothko während eines Vorrundgangs im Aktionshaus von „Sotheby's“ in New York. Bereits vor der Versteigerung schätzten Experten den Kaufpreis für das Kunstwerk auf rund 50 Millionen Dollar.

(Foto: Reuters)
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4. Platz: Gerhard Richter

Hat gut lachen: Der deutsche Maler, Bildhauer und Fotograf Gerhard Richter (82) erzielte mit seinen Werken im vergangenen Jahr Spitzenwerte. Er ist der einzige unter den zehn meistgefragten Künstlern 2014, der noch lebt.

(Foto: AFP)

Auktionstrophäen von Format
Die ersten Auktionsabsolventen begrüßten einen bereits am Place de la Concorde, wie das zentrale Forum der etwa 31.000 Quadratmeter großen Messehalle genannt wird. Kees van Dongens 1908 geschaffener Nackedei „Lailla“ am Stand von Dickinson aus London, der im Juni 2012 bei Sotheby’s bis zu 4,56 Millionen Euro (inklusive Aufgeld) reizte, buhlte nun für 6,7 Millionen Euro um neue Verehrer. Bei Sir Henry Raeburns Porträt des jungen Sir Euan Murray-Macgregor gingen Interessenten dagegen bereits mit 1,29 Millionen Euro in die Verhandlung.

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