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Unicredit Abschied von der Kunst

Durch Fusionen mit anderen Banken haben sich bei der Unicredit 60.000 Kunstwerken angesammelt. Jetzt will die Bankengruppe ihre Schätze Schritt für Schritt loswerden.
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Gerhard Richter

"Abstraktes Bild" (1984) aus der Hypo-Vereinsbank soll zwischen 7,4 und 10,8 Millionen Euro bringen.

(Foto: Christie´s Ltd. 2017)

Wien Anfang Februar verlautbarte die Unicredit, sich etappenweise von ihrer Kunstsammlung zu trennen. 60.000 Werke häuften sich über Fusionen mit anderen Banken an. In einem ersten Schritt geht es um 50 Millionen Euro, die rund 300 Werke einspielen sollen. Den Deal zog Christie’s an Land, versteigert wird bis Frühjahr 2020.

In London gelangt am 4. und 5. Oktober eine erste Tranche von rund 30 zeitgenössischen Werken unter den Hammer. 20 Arbeiten stammen aus dem Bestand der Hypo-Vereinsbank. Dazu gehören sechs Werke von Gerhard Richter. Das günstigste geht mit umgerechnet knapp 91.000 Euro an den Start, das teuerste mit 7,4 Millionen Euro, die zusammen zumindest zwölf, wenn nicht 18 Millionen Euro erzielen könnten. Die Erwartungen für Nam June Paiks Beitrag für den Deutschen Pavillon der 45. Biennale von Venedig beziffert Christie’s mit 179.000 bis 269.000 Euro. Nach Schätzwerten soll der komplette Hypo-Teil insgesamt zwischen 16 und 21 Millionen Euro einspielen.

Ein vergleichsweise kleiner Beitrag stammt aktuell aus der Sammlung der Bank Austria. Acht Kunstwerke, die bis zu 184.000 Euro bringen sollen. Darunter Werke von Birgit Jürgenssen, Arnulf Rainer, Hermann Nitsch oder auch Maria Lassnig und Franz West. Den Gesamterlös will Unicredit in die „Social Impact Banking“-Initiative „reinvestieren“. Sie fördert mit Krediten und Mikrofinanzierungen positive soziale Veränderungen. Knapp 73 Millionen Euro ließ man dafür 2018 in Italien springen. Die laufende Umsetzung in zehn weiteren Ländern der Bankengruppe (darunter Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Türkei) wird nicht nur, aber vor allem über den Abverkauf der Unternehmenssammlung finanziert.

Mehr: Teil II der SØR Rusche Collection bei Van Ham: Lesen Sie hier wie es mit der Auflösung der Firmensammlung weitergeht.

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