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Valéry Giscard d’Estaing Ex-Präsident versteigert Schlossinventar

Der ehemalige Staatspräsident von Frankreich, Valéry Giscard d’Estaing, trennt sich von Möbeln und Gemälden im Wert von 400.000 Euro. Schauplatz ist sein Schloss in der Auvergne. Der Erlös kommt einem weiteren Schloss d'Estaings zu Gute.
21.06.2012 - 08:51 Uhr Kommentieren
Globenpaar in der Bibliothek von Schloss Varvasse, Auvergne, Frankreich. Quelle: SVV Claude Aguttes

Globenpaar in der Bibliothek von Schloss Varvasse, Auvergne, Frankreich.

(Foto: SVV Claude Aguttes)

Paris Ex-Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing (86) und seine Gattin Anne-Aymone lassen das Inventar ihres Schlosses versteigern. Schauplatz ist Varvasse bei Chanonat, im Südwesten von Clermont-Ferrand, wo Auktionator Claude Aguttes am 29. September den Hammer schwingen wird. Ansonsten versteigert der kommunikative Aguttes sowohl im Pariser Hôtel Drouot wie im Nobelvorort Neuilly und in Lyon. Der 64-jährige Auktionator und Valéry Giscard d'Estaing (VGE) stammen beide aus der Auvergne, also aus derselben Region, in der auch Schloss Varvasse steht.

Giscards Vater, Edmond Giscard, der 1922 den Adelstitel d'Estaing erwarb, kaufte das Schloss Varvasse im Jahre 1933. Da Valéry und sein Bruder Olivier Giscard d'Estaing 2005 ein anderes Schloss in der Kommune d'Estaing (Aveyron) kauften, will die Familie Giscard d'Estaing dort ihre Stiftung unterbringen. VGEs Erinnerungsstücke aus seiner Zeit als Staatspräsident (1974 – 1981) sollen im Château d'Estaing einen standesgemäßen Rahmen finden. Der Erlös der Inventar-Auktion und des (bereits seit 2008 zum Verkauf stehenden) Schlosses Varvasse, kommt der Stiftung im Schloss d'Estaing zu.

Verkaufsfördernder Adelsbonus

Auktionator Aguttes schätzt das gesamte Inventar, das er auf rund 400 Lose reduziert hat, auf etwa 400.000 Euro. Es besteht aus klassischem französischen Mobiliar. Er setzt kein Los über 10.000 Euro an, rechnet aber wohl insgeheim mit dem Politik- und Adelsbonus. Die Gemälde, Möbel und kunstgewerblichen Gegenstände stammen aus der Zeit ab dem 17. Jahrhundert bis zu Kaiser Napoléon III. Man findet Tapisserien aus Aubusson und Brüssel, ein Buffet des Kunstschreiners Jacob, Marmorstatuen, eine Fayence-Sammlung aus Clermont-Ferrand und Empire-Möbel. In der Bibliothek steht ein englisches Globenpaar aus dem 19. Jahrhundert. In den zwölf Zimmern stehen Vasen von Gallé und Daum, sowie Bronzestatuen.

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    Der Katalog ist ab 15. Juli im Internet. Die Auktion wird live via im Web übertragen, so dass Bieter aus der ganzen Welt mitsteigern können, ohne einen Fuß vor ihre Tür zu setzen.

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