Versteigerung für 1,2 Millionen Euro „Wir wurden gebanksyed“ – Graffiti-Künstler Banksy zerstört eigenes Bild nach Auktion

Mit einem versteckten Schredder zerstört der Graffitikünstler Banksy sein eigenes Bild nach einer Auktion. Sotheby’s kann dem aber etwas Positives abgewinnen.
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Schock bei Auktion – Banksy-Bild zerstört sich nach Versteigerung selbst

DüsseldorfDer Straßenkünstler Banksy ist für seine häufig überraschenden Aktionen bekannt. Sein neuester Coup: Kaum dass sein Bild „Girl with Ballon“ beim Auktionshaus Sotheby’s unter den Hammer gekommen war, schaltet sich ein im Bilderrahmen versteckter Schredder ein und beschädigte das Bild.

„Wir wurden gebanksyed“, erklärte der Direktor der Abteilung für Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s, Alex Branczik, auf einer Pressekonferenz nach dem Vorfall. Nach Angaben auf der Webseite von Sotheby’s wurde das Bild in einem Rahmen des Künstlers verkauft. Das legt den Verdacht nahe, dass Banksy selbst für die teilweise Zerstörung seines Werks verantwortlich ist.

Banksy ist bekannt für seine provokativen und manchmal politisch aufgeladenen Graffiti. Seine Bilder tauchen häufig unangekündigt an Wänden in Städten auf.

Wer genau hinter dem Namen Banksy steckt, ist nicht bekannt. Der Künstler hat es bisher geschafft seine Identität vor der Welt geheim zu halten. Obwohl sich Banksy mit seinen Werken auch häufig gegen die Kommerzialisierung der Kunst ausspricht, sind seine Motive inzwischen auch in der Kunstszene sehr beliebt.

Mit einem Verkaufspreis von 1,2 Millionen Euro (1,04 Millionen Pfund) hat „Girl with Ballon“ sogar den bisherigen Versteigerungsrekord von Banksy gebrochen. Ursprünglich war der Wert des Bildes auf 200.000 bis 300.000 Pfund geschätzt worden.

Wie Sotheby’s gegenüber der „Financial Times“ mitteilte, hat sich das Auktionshaus inzwischen auch mit dem Käufer in Verbindung gesetzt, der per Telefon mitgeboten hatte. Er sei von der Geschichte „überrascht“ gewesen. Man befinde sich nun in Gesprächen über die nächsten Schritte.

Sotheby's Mitarbeiter Branczik kann dem Vorfall indes etwas Positives abgewinnen. „Das Schreddern ist nun integraler Bestandteil des Kunstwerks“, erklärte er gegenüber dem Fachmedium „Art Newspaper“. Und fügte hinzu: „Man könnte argumentieren, dass das Werk jetzt wertvoller ist als vorher.“ Die Frage ist nur, ob der Käufer des Bildes das genauso sieht.

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