Wagner-Festspiele Das System Bayreuth

Mit der Premiere von „Tristan und Isolde“ starten am Wochenende die 104. Bayreuther Festspiele – inszeniert von Richard Wagners Urenkelin Katharina. Ein Blick auf neue Turbulenzen und alte Skandale.
Katharina Wagner und Christian Thielemann, hier auf einem Foto von 2012. Quelle: dpa
Premierenteam

Katharina Wagner und Christian Thielemann, hier auf einem Foto von 2012.

(Foto: dpa)

BayreuthSelten war die Spannung größer vor der Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele. Denn dieser „Tristan“ gilt als schicksalhaft für seine Regisseurin Katharina Wagner, die zugleich Hügel-Chefin ist, aber auch für den ganzen Betrieb und die Zukunft der Festspiele. Man könnte den Skandalrummel der letzten Monate auf der einen und die – freundlich ausgedrückt – spärliche Informationspolitik auf der anderen Seite natürlich nur für eine besonders raffinierte PR-Dramaturgie halten. Es gehört in Bayreuth dazu, dass vorab der Blätterwald rauscht von Gerüchten über Kräche, Rauswürfe und die endlosen Querelen der großen Wagner-Familie.

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