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Walter Kohl Vom Kanzlersohn zum Versöhner

Walter Kohl hat Schlagzeilen gemacht als Sohn des Altkanzlers. Nach seinem Bestseller legt er nun sein zweites Buch vor. Es beschreibt Lebensfreude und Versöhnung. Es sind Kohls Lebensziele geworden.
30.05.2013 - 18:33 Uhr 1 Kommentar
Walter Kohl, Sohn von Altkanzler Helmut Kohl, fotografiert in Königstein (Hessen). Quelle: dpa

Walter Kohl, Sohn von Altkanzler Helmut Kohl, fotografiert in Königstein (Hessen).

(Foto: dpa)

Königstein Walter Kohl hat sein Leben als Kanzlersohn hinter sich gelassen. „Ich habe mich versöhnt, meinen inneren Frieden gefunden“, sagt der ältere der beiden Söhne des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU). Gut zwei Jahre nach dem aufsehenerregenden Buch über sein Leben im Schatten der Macht als Sohn des deutschen „Dauerkanzlers“ bringt er nun sein zweites Werk auf den Markt. Es ist ein Praxisbuch für Versöhnung. Walter Kohl, der Mitte Juli 50 Jahre alt wird, sieht es auch als Wegweiser für sein künftiges Leben.

Walter Kohl sitzt in seinem Büro im hessischen Königstein. Sein Leben hat sich in den vergangenen zwei Jahren stark verändert. Vom Kanzlersohn ist er zum Berater für Versöhnung geworden. Diese Arbeit will er intensivieren, mit dem zweiten Buch den Weg dafür ebnen.

Noch immer wird er in Teilen der Öffentlichkeit als „der Sohn vom Kohl“ wahrgenommen, wie er selbst sagt. „Diese Schublade, die für mich jahrzehntelang Bürde war, versuche ich nun für meine Botschaft und Arbeit zu nutzen“, sagt er. Und fügt hinzu: „Ich bin nicht nur der Sohn von Helmut Kohl, ich bin schließlich auch der Sohn von Hannelore.“ Dieser Punkt ist ihm wichtig - auch im Gedenken an seine Mutter, die sich 2001 nach schwerer Krankheit das Leben nahm.

Im Januar 2011 ist Kohls Erstlingswerk „Leben oder gelebt werden“ erschienen. Es ist ein Bestseller geworden. Nach Angaben des Verlags wurden mehr als 250.000 Exemplare verkauft, das Buch ist bereits in der zwölften Auflage. Es sorgte für Aufsehen, weil Kohl Einblick in das Privatleben des Altkanzlers und der Familie gewährte. Und weil er sich kritisch auseinandersetze, auch mit dem Vater.

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    Nun folgt sein zweites Buch. „Leben, was du fühlst“, erschienen im Scorpio Verlag München, ist die Fortsetzung. In seinem ersten Buch erzählte Kohl von seiner Kindheit und Jugend sowie der Zeit danach im Elternhaus in Ludwigshafen-Oggersheim. Solche Episoden finden sich auch im zweiten Buch, jedoch nur am Rande und zur Illustration. Im Wesentlichen geht es um Wege zur Versöhnung und zu innerem Frieden.

    Der Vater ist „weit weg“
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    1 Kommentar zu "Walter Kohl: Vom Kanzlersohn zum Versöhner"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Der alte Kohl war und ist auf persönlicher Ebene wohl ein ziemliches Ekel, was nicht nur seine Söhne klar gestellt haben, sondern z.B. auch der verstorbene Bruder von Wolfgang Schäuble und auch Schäuble selber.
      Stellt sich die Frage ob ein Ekel letztendlich auch gute Politik machen kann oder eher nicht.
      Es stellt sich heraus, der Euro, das politische Kind des
      Helmut Kohl ist ein mißratenes Kind und hat offenbar seinen despotischen und selbstherrlichen Charakter geerbt.
      Ob es seinen "Vater" überleben wird, sei einmal dahingestellt, wenn ja werden sich dessen Kinder, genau so von ihm abwenden, wie die leiblichen Söhne des Helmut Kohl sich von ihrem Vater abgewandt haben.

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