Wegen Bushido Heino verzichtet auf seinen Bambi

Der „Integrations“-Bambi für Bushido sorgt weiter für Aufregung. Nun hat Schlagerlegende Heino für sich persönlich Konsequenzen gezogen und gibt das goldene Reh, das ihm einst verliehen wurde, an den Burda-Verlag zurück.
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Wegen Bushido: Heino gibt Bambi zurück. Quelle: dapd

Wegen Bushido: Heino gibt Bambi zurück.

(Foto: dapd)

BerlinVolkssänger Heino gibt nach der umstrittenen Bambi-Verleihung an Rapper Bushido seine Auszeichnung zurück. Heino sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den „Bambi“ verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. Deshalb schicke ich meinen „Bambi“ dankend an den Burda-Verlag zurück.“

Am Freitag räumte Heino die goldene Trophäe, die ihm 1990 verliehen wurde, aus dem Regal seines Rathauscafés in Bad Münstereifel, berichtete das Blatt. Heino sagte der Zeitung: „Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“ Der Volkssänger werde seinen Preis per Post zurück an den Burda-Verlag senden.

Bushido (33) hatte den Bambi für Integration bekommen. Die Auszeichnung war bereits zuvor von Politikern und Künstlern kritisiert worden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, sagte am Freitag: „Wer Frauen- und Schwulenverachtung propagiert, hat keinen Preis für gelungene Integration verdient.“ Peter Plate, Songschreiber der ebenfalls mit einem Bambi ausgezeichneten Band Rosenstolz, kritisierte ebenfalls Bushidos Veröffentlichungen. Es sei nicht korrekt, jemanden zu ehren, der frauenfeindliche und menschenverachtende Texte schreibe.

Bushidos Laudator, Sänger Peter Maffay, sagte in einer Mitteilung am Freitag, Bushido sei nicht für seine früheren Texte ausgezeichnet worden. „Im Gegenteil: Bushido hat sich ganz klar von seinen Aussagen von vor zehn Jahren distanziert.“ Der Rapper selbst wies die Kritik an ihm nach der Preisverleihung zurück. Er rief seine Kritiker dazu auf, sachlich mit ihm umzugehen.

  • dpa
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15 Kommentare zu "Wegen Bushido: Heino verzichtet auf seinen Bambi"

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    Das liebe Geld,
    aber ehrlich ergaunert, andere würden hart erarbeitet sagen. Wobei ergaunert und ehrlich dehnbare Begriffe sind.
    Ich muß einen dieser beiden Wege gehen, ich habe nämlich keine Geburtsansprüche aus der Eigenschaft herraus Deutscher zu sein.



    Ganz ehrlich, ich will absolut sicher sein, daß meine Familie finanziell abgesichert ist und die Ausbildung meiner Kinder finanziert. Ich bin kurz davor mein Ziel zu erreichen.
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  • @solidaria

    Besser formuliert: ...er ist älter und reicher geworden...

    Wenn man erstmal Profit gemacht hat, dann interessiert sich keiner mehr dafür, wie man reich geworden ist. Das Bsp. des AWD-Gründers zeigt es überdeutlich. Sobald man auf noch so unseriöse Weise zu Geld gekommen ist, gehört man zur Elite. Ich finde es befremdlich, welche Vorbilder man den Kindern heute immerwieder vorsetzt.

  • Warum sind Sie dann noch hier und nicht in Ihrer Heimat?

  • Heino verzichtet auf seinen Bambi
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    Eine beeindruckende Geste von Heino!

    Einer mit Rückgrat!

  • Mit Verlaub, Herr Walter, Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Bushido wirklich bereut und seine menschenverachtende Einstellung geändert hat?! Ja, er hat sich verändert: er ist älter und reifer geworden und hat erkannt, dass er unter dem Mäntelchen der angeblichen Läuterung viel besser zu Ruhm und Erfolg kommt. Vermutlich schlug ihm der Gegenwind dann doch zu heftig ins Gesicht.
    Ach, und @all: ich hatte auch keine leichte Kindheit. Diese Freude an Gewalt gegen menschliche Wesen ist mir dennoch fremd...

  • Danke Heino, gut gemacht.

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    Was wurde aus dem Land der Dichter und Lenker?

    Nicht nur eure Künstler sind mitlerweilet unterirdisch in ihren künstlerrischen Fähigkeiten, sondern viele viele andere auch.
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    Dieter Bohlen und ähnliche deutsche Künstler sangen mind genauso beschissen, UND?
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  • nun bin wahrlich kein heino fan , aber wie er sagte, dass er angegriffen wurde weil er deutsche lieder singt und damit in die rechte ecke gestellt wird / wurde , das find ich assozial .
    dass er seinen bambi zurückgibt , da beweist er rückrat , normalerweise müssten alle die den bami erhalten haben diesen zu burda zurückschicken , denn so ein typ wie bushido ( der nur müll singt, meines erachtens eh nicht singen kann - und selbst ein mensch ist der minderheiten verhöhnt ) hat den bambi nie verdient.
    welcher depp hat den denn überhaupt für den preis vorgeschlgen ? adolf ?

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    Wir haben Ende 19. Jahrhunderts Anfang 20 Jahrhunderts gesehen, was die Japaner unter ihrem Ehrenkodex verstanden. Alle Völker in ihrem Umkreis versklaven, das wurde aus Bushido.

    Ich scheiße auf Bushido, wer Wasser pädigte und Rotwein trank ist nichts anderes wie die Nationalsozialisten.
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