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Zukunftsmärkte Die Tefaf möchte nach Beijing

Aus dem beschaulichen Maastricht in Südholland zieht es die Tefaf in Chinas brodelnde Kapitale. Hier soll Asiens neue Elite ab 2014 Kunst auf hohem Niveau einkaufen können. Dass Sotheby’s den Türöffner macht, gefällt nicht allen.
  • Stefan Kobel
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Wächterkönig

Wächterkönig "Lokapala" am Stand von Vanderven Oriental Art in Maastricht. Die Terrakotta-Skulptur der Tang-Dynastie soll 1,2 Millionen Euro kosten.

(Foto: S. Kobel)

Maastricht The European Fine Art Fair (Tefaf) möchte nach China expandieren. Das hat sie heute Morgen ihren Ausstellern auf dem Exhibitors' Meeting mitgeteilt. Das ist nicht nur eine Revolution für die Alte Tante, sondern auch ein Tabubruch. Denn den Weg auf das steinige chinesische Terrain soll ausgerechnet Sotheby's Beijing Joint Venture mit der staatlichen GeHua Art Company ebnen.

Ohne diese kommerzialisierte Behörde geht praktisch nichts im Kunsthandel für auswärtige Unternehmen. Dieses auf zehn Jahre angelegte Joint Venture hat nicht nur eine Geschäftslizenz für Festlandchina, sondern auch Aussicht auf Zugang zur Freihandelszone Beijing Tianzhu Free Trade Zone.

Die Erstausgabe mit rund 100 Händlern ist für September 2014 geplant. Sie soll in einem Freihandelsbereich stattfinden, so dass für Geschäfte keine Steuern anfallen. Laut einem an die aktuellen Tefaf-Aussteller verteilten Prospekt könne sich dieser Bereich auch im Beijing Exhibition Center oder im Capital Museum befinden.

Vornehme Zurückhaltung

Die erste Reaktion vieler Aussteller in Maastricht war verhalten. Asien wird von vielen immer noch mit Skepsis betrachtet, sind doch die erhofften chinesischen Besucher in Maastricht bisher weitgehend ausgeblieben. Um das Klientel besser anzusprechen, sollen in Peking Information und Führungen eine höhere Bedeutung zukommen als bisher. Auch dürfte die Kooperation mit einem Auktionshaus nicht überall willkommen sein. Man erinnere sich an das Beben, das durch die Kunstwelt ging, als der Gemäldehändler Noortman an Sotheby's ging und trotzdem auf der Tefaf ausstellen durfte. Auktionshäuser galten bisher als Erzfeind der Kunsthändler.

Aussteller der Tefaf erhalten noch während der Laufzeit ein Formular, auf dem sie ihr Interesse an einer Teilnahme in China bekunden können. Im April wird sich dann eine Tefaf-Delegation mit Vertretern der chinesischen Regierung, von Sotheby's Beijing Joint Venture sowie der GeHua Art Company treffen, "um die Diskussionen über die Arrangements für eine Messe im Jahr 2014 weiterzuführen."

Die Tefaf 2013 läuft in Maastricht im MCC noch bis zum 24. März.

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