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Auf einen Happen in: Aarhus Kleine Stadt, kulinarisch ganz groß

In Dänemarks zweitgrößter Stadt ist einiges los: Ein Fünftel der 250.000 Einwohner sind Studenten. Der Rest scheint aus kreativen Köchen zu bestehen.
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Qual der Wahl. Quelle: Imago
Ausgehviertel Latin Quarter in Aarhus

Qual der Wahl.

(Foto: Imago)

AarhusFrisch gerösteter Kaffee und Lachs am Morgen, Smørrebrød vom Drei-Sterne-Koch am Mittag. Oder doch lieber erst Brunch und dann Fish & Chips? Und Abends dann radikal-regional oder Cocktails? Eine Reise durch internationale Sterneküche mit dänischem Twist? Wer in Arhus Hunger hat, der hat auch die unendlich süße Qual der Wahl.

Morgens

Langhoff & Juul: Die Tische stehen perfekt in einer Reihe, aber die schiefen Kerzen auf dem Sims und die Kellner im hippen T-Shirt machen schnell klar, dass Ordnung hier nicht das Maß der Dinge ist. Unter der Woche startet man mit einem stramm gerösteten Kaffee, Pfannkuchen oder warmem Porridge mit Honig und Mandeln in den Tag.

Am Wochenende gibt’s einen üppigen Brunch, der erfreulicherweise ohne Büffet funktioniert. Der T-Shirt-Kellner bringt hausgemachte Schokocreme, Fruchtkompott, Bananenbrot, Lachs-Salat, Müsli mit dänischer Buttermilchcreme und einen Kartoffelsalat mit schwarzem Sesam an den Tisch. Wer danach noch Appetit auf mehr hat, kommt zum Abendessen wieder.
Guldsmedgade 30, www.langhoffogjuul.dk

La Cabra: Die Bohnen für den Kaffee sind frisch geröstet, das Brot ist selbst gebacken. Und niemand braucht sich Gedanken zu machen, was er bestellen soll, denn es gibt praktisch nur eine Frühstücksoption – ein Holzbrett mit belegtem Käsebrot, Joghurt, Granola-Müsli und einem Glas naturtrübem Apfelsaft.

Das ist in seiner Einfachheit so unglaublich lecker, dass man sogar bereit wäre, auf den geliebten süßen Happen am Morgen zu verzichten. Braucht man aber gar nicht! Denn auf dem Tresen stehen auch frisch gebackene Zimtschleifen mit dem wunderbaren Namen „Kanelsnurre“.
Graven 20, www.lacabra.dk

Mittags

F-Høj: In Dänemark kann jeder eine Schnurre über Smørrebrød erzählen. Wir jetzt auch: Im F-Høj sind die Schnitten von einem Dreisternekoch kreiert, der sich damit eine kreative Nische erschaffen hat. Wir hatten ein Modell auf Schwarzbrot, mit würzigem Schinken, herzhafter Haselnusscreme und gerösteten Artischockenblättern. Lecker war’s!

Weil danach noch Platz für mehr war, haben wir uns auch von den kleinen süßem Törtchen des großen Meisters verführen lassen. Auch die waren top. Und wer kann schon behaupten, für zwölf Euro beim Sternekoch gegessen zu haben?
Grønnegade 2, www.fhoj.dk

Oli Nico: An den Wänden hängen alte französische Poster und frische Knoblauchzehen, auf den Tisch kommt dänische Hausmannskost: Shrimps mit Ei, Schweinesteaks mit Gemüse, Apfelkompott mit Vanillecreme. Das Ganze gibt’s als Menü für 15 Euro. Geschenkt! Und was es auch gibt: die besten Fish-and-Chips der Stadt! Dazu trinkt man ungewöhnliche Limonaden (Cola mit Zimt und Rote Bete mit Ingwer), und versucht, den Überblick über das Gewusel in dem Laden zu bewahren.
Mejlgade 35, www.olinico.dk

Abends

Domestic: Das Team aus passionierten jungen Köchen und Kellnern verwirklicht im „Domestic“ eine kompromisslose Vorstellung von lokaler Küche: Auf den Teller kommt nichts, was nicht in der Region Jütland gewachsen ist. So verzichten sie hier zum Beispiel auf Zitrone und Schokolade und ersetzen Olivenöl durch ein selbst gemachtes Kräuteröl. Das Menü ist ein Erlebnis.

Zur Einstimmung gibt es acht verschiedene kreative Snacks, unter anderem in Kombudscha fermentierte Birnen. Im darauffolgenden Viergänge-Menü aus Hummer, Makrele, Rind und Eis erfährt der Gaumen die Grand Tour of Danmark. Das Ganze wird auf dem tollen grau-schwarzen Keramik-Geschirr der dänischen Firma Würtz serviert, das auch die Tische des „Noma“ in Kopenhagen ziert.
Mejlgade 35B, www.restaurantdomestic.dk

Nordisk Spisehus: Das Konzept besteht aus Kopie: Der hoch gelobte Küchenchef kocht Gerichte von berühmten internationalen Sterne-Restaurants nach und verleiht ihnen – mit deren Erlaubnis – einen dänischen Twist. Vor dem Hauptgang aus Fisch, Spargel und Hollandaise gab es kreative Happen auf Holzblöcken, hinterher Mascarpone-Nocken mit Fruchtpüree und einer krachenden Bonbonschicht. Gleich nebenan ist das etwas erschwinglichere Bistro (www.spisesalon.dk), in dem man auch prima frühstücken kann.
M.P. Bruuns Gade 31, www.nordiskspisehus.dk

St. Pauls Apothek: Die geschmackvoll eingerichtete Bar war früher mal eine Apotheke – sogar die Öffnungszeiten des Notdienstes stehen noch an der Tür. Heute trinkt man hier formvollendet Cocktails – auch die können ja bekanntlich wie Medizin wirken. Sie tragen Namen wie „Aphrodisiac“ oder „Fresco de Jalisco“, schmecken mal scharf, mal süß und werden manchmal sogar im pharmazeutischen Glas serviert.
Jægergårdsgade 76, www.stpaulsapothek.dk

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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