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Auf einen Happen in: Bozen Hausmannskost oder Gourmetküche – doch die Pizza ist ein Muss

Bozen hat einen Standortvorteil: Schon im März kriegt man in dieser Stadt Frühlingsgefühle. Und kulinarisch ist sie das Wunschkind zweier Welten.
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Beste Küche in den Gassen, beste Küche in den Bergen. Quelle: picture alliance / Paul Mayall
Bozen

Beste Küche in den Gassen, beste Küche in den Bergen.

(Foto: picture alliance / Paul Mayall)

BozenEgal, ob man durch die kleinen Gassen stiefelt oder auf die Berge wandert: Dank italienischer Cafés und Südtiroler Wirtschaften kann man es sich in Bozen überall gut gehen lassen. Dabei hat Jeder die freie Wahl zwischen Hausmannskost und Gourmetküche – aber Niemand sollte gehen, ohne eine Pizza gegessen zu haben.

Frühstück

Pasticceria Lintner: Dass die Bäckerei auf der italienischen Seite der Stadt liegt, merkt man schon daran, dass das Geschnatter der Gäste einen beachtenswerten Geräuschpegel erreicht. So wird man morgens wenigstens wach.

Aus der Backstube zieht der Duft von frisch gebackenen Croissants und Brioches ins Café. In der Auslage türmen sich fluffige Buchteln, Strudel und Hefezöpfe mit verschiedensten Füllungen. „Die Deutschen lieben Hefegebäck“, sagt der Seniorchef. Und die Italiener? „Die bestellen eher die Cremetorten.“ Auch davon hat er eine ansehnliche Auswahl in der Vitrine.
Leonardo-da-Vinci-Straße 8

Franz Bar: Eine Bar, die schon morgens um 8 Uhr öffnet? Auch das gibt’s in Bozen. Franz, der namensgebende Besitzer dieses schönen Ortes, hatte das bei der Eröffnung auch gar nicht geplant. Er wollte eine gute Bar mit manierlichen Preisen, in der „alle zufrieden sind. Und zwar immer“. Dabei hatte er vor allem an den Aperitivo gedacht, aber „immer“ ist für manche eben auch schon der erste Caffè.

Also bereitet er jetzt im Morgengrauen große Platten mit kleinen Schnittchen vor: Tramezzini mit Roastbeef und Gurke, Kochschinken und Kren oder Camembert und Preiselbeeren. Und bei jeder Bestellung faucht die Espressomaschine wie ein Drache, den man aus dem Winterschlaf geweckt hat.
Leonardo-da-Vinci-Straße 1

Mittags

Cafè del Corso: Egal um welche Uhrzeit man kommt, der Laden brummt immer wie ein Bienenstock. Das mag an der italienischen Köchin liegen, die ihre Hausmannskost in üppigen Portionen auf den Tellern verteilt. Ihre Spezialität sind „Piadine“, eine Art Riesentoast, den sie belegt und überbackt wie eine Pizza. Aber auch ihre Pasta und Salatkompositionen sind top, außerdem gibt‘s jede Woche wechselnde Mittagsgerichte.
Piazza Vittoria 44

Schluff: Raus aus der Stadt, rauf auf den Berg! Die dunkelrote Rittnerbahn schwebt vom Zentrum sanft nach Oberbozen. Von dort geht es 20 Minuten zu Fuß zum „Schluff“, wo man sich nach dieser strammen Tour mit einem Trio aus Knödeln stärken kann: Mit Roter Bete, Speck und Spinat haben die drei stattlichen Kugeln dem Panorama Konkurrenz gemacht. Helmuth, der Hüttenwirt, grantelte zwar ein wenig vor sich hin, aber bei den Knödeln macht ihm so leicht keiner was vor.
Maria-Himmelfahrter-Weg 2 (Oberbozen), www.gasthof-schluff.com

Acherer: Hier bekommt man vermutlich die besten Kuchen und Törtchen von ganz Südtirol. Sie heißen „Black Beauty“, „Fleur de Sel“ oder „21 Gramm“ und sind Kunstwerke für Auge und Gaumen. Im „Black Beauty“ zum Beispiel vereinigt der Spitzenpatissier Andreas Acherer unter einer Schokoladenhaube süße Kürbis-Mousse, Haselnussnougat und karamellisierte Kürbiskerne. Wow!
Leonardo-Da-Vinci-Straße 1D, www.acherer.com

Abends

Laurin: Wenn Manuel Astuto kocht, isst das Auge mit: Bei der Vorspeise lag das Duett vom Saibling auf einem großen Kieselstein neben einem Algen-Sponge. Im zweiten Gang waren die Trüffel so spendabel auf den Tagliatelle verteilt, als handele es sich um profanen Parmesan. Und die Hauptspeise, Rinderfilet vom lokalen Landwirt, war derart zart, dass es auf der Zunge zerging.

Vor dem süßen Abschluss, einer Ode an die Heidelbeere, lernt man noch das schöne Wort „Pre-Dessert“: Der überaus zuvorkommende Kellner brachte ein kleines Waffelhörnchen, das mit Nougat-Mousse gefüllt war. Und weil der Abend zu schön ist, um jetzt schon zu enden, geht es danach noch auf einen Drink an die wundervolle Bar.
Laurinstraße 4, www.laurin.it

Marechiaro: Niemand sollte diese Stadt verlassen, ohne eine Pizza gegessen zu haben. Am besten schlägt man sich dafür auf die italienische Seite der Stadt. Die Straßen sind dort ein bisschen breiter, die Häuser ein bisschen einfacher. Aber die Pizza im „Marechiaro“ ist allererste Teigplatte!

Vor dem Gold gekachelten Pizzaofen rollt der Koch den Teig aus und belegt ihn üppig mit Grillgemüse und scharfer Salami. Als die Pizza aus dem Holzofen kommt, wirft der Käse Bläschen und der Teig hat eine krachende Kruste. Herrlich! Wer mag, bekommt hier auch sehr gute Fisch- und Fleischgerichte.
Via Vicenza 14, www.marechiarobz.it

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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