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Auf einen Happen in: Lissabon Steil gehen in Lissabon – mit Spanferkelsandwich und rohem Fisch

Lissabon eignet sich perfekt, um der heimischen Kälte zu entfliehen – dank der vielen Hügel wird einem garantiert warm. Für Stärkung ist gesorgt.
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Kulinarik geht hier so: Schwein verspeisen, um Hügel zu besteigen, Schlange stehen, um Fisch zu essen. Quelle: dpa
Lissabon

Kulinarik geht hier so: Schwein verspeisen, um Hügel zu besteigen, Schlange stehen, um Fisch zu essen.

(Foto: dpa)

LissabonIn Portugals Hauptstadt wird es Morgens süß, Mittags sportlich und Abends herzhaft – köstlich ist es aber immer, wenn man die richtigen Adressen kennt. Die sind mal hip, mal gediegen und bieten einem sogar die Möglichkeit zu essen, wo ein berühmter Poet trank.

Morgens

Pastelaria Sequeira: „Frühstücken“ bedeutet für die Lissabonner, dass sie sich in der Bar um die Ecke einen schnellen Kaffee bestellen und dazu süßes Gebäck essen. In der Traditionsbar „Sequeira“ ist das auch so, aber die Plunderteilchen sind hier haugemacht! Wer es ganz authentisch mag, bestellt einen „Garoto“, warme Milch mit einem Schuss Kaffee und dazu ein „Torrada com manteiga“, eine doppeldaumendicke Scheibe Toastbrot mit Butter. Und danach ein Stück von dem wunderbaren Mandelkuchen.
Avenida Repúplica 11c, www.pastelariasequeira.com

Confeitaria Nacional: In der ältesten Konditorei Lissabons sollte man unbedingt gleich morgens vorbeischauen. Dann sind die Auslagen üppig bestückt mit fluffigen Hefeteilchen, süßen Rosinenschnecken und gefüllten Krapfen. Wer einen Platz an einem der Holztische ergattert, kann durch die Scheibe das Treiben auf der Praça da Figueira beobachten. Dazu gibt’s „Galao“, Milchkaffee oder heiße Schokolade.
Praça da Figueira 18, www.confeitarianacional.com

Mittags

Cantina Lx: Vor einigen Jahren ist auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Alcântara ein Ort für kreative Köpfe entstanden. In den Concept-Stores kann man Möbel, Kleinkram und Klamotten kaufen. Weil auch kreative Köpfe mittags Hunger kriegen, wurde die ehemalige Werkskantine einfach beibehalten – und steht auch Besuchern offen.

Einrichtung und Speisekarte sind einfach und rustikal: An Werktagen gibt es drei Gerichte und ein Salatbüfett – und nette portugiesische Tischnachbarn. Wer Lust auf Süßes hat, geht hinterher zu „Chocolate Landeau“. Das Café liegt auch auf dem Factory-Gelände und es riecht dort so intensiv nach Schokolade, dass die Beine vor Aufregung wackeln. Und dann dieser Kuchen! Er besteht aus weichem Schokoteig und einer Ganache, die mit Kakao bestäubt ist. Zum Dahinschmelzen!
Rua Rodriguez Faria 103 (in der Lx Factory, Alcântara), www.cantinalx.com

Mercado da Ribeira: Direkt am Hafen hat in einer ehemaligen Markthalle ein Food-Court mit großartigem Konzept eröffnet: Statt Obst und Gemüse werden an den Ständen jetzt Currys, Sushi, Burger und Pizza aus dem Holzofen angeboten. Jeder kann bestellen, wo und was er will, dann trifft man sich zum Essen in der Mitte der Halle.
Avenida 24 de Julho – Cais do Sodré

Nova Pombalina: Reinkommen, hinsetzen, zwei Sekunden durchatmen – da steht schon der Kellner am Tisch. Gut, wenn man vorher weiß, was man bestellt: Spanferkel-Sandwich! Das ist hier üppig belegt mit saftigem, gut gewürztem Fleisch. Dazu trinkt man frisch gepressten Orangensaft. So gestärkt ist der steile Aufstieg zum Castelo de São Jorge von hier aus ein Klacks.
Rua do Comércio 2

Abends

Martinho da Arcada: Fernando Pessoa, der große Dichter, hat hier allabendlich ein paar Gläser Absinth getrunken. Heute kann man im ältesten Café von Lissabon auch vorzüglich essen. Die Kellner tragen weiße Schürzen und schenken das Wasser ein, als sei es Champagner. Aber spießig ist es trotzdem nicht. Das mag an den knarzenden Holzstühlen liegen – und an der unprätentiösen Speisekarte mit portugiesischen Gerichten. Wer Zeit hat, schaut sich vorher nebenan im „Lisboa Story Centre“ die wunderbare Ausstellung zur Stadtgeschichte an.
Praça do Comérçio 3, www.martinhodaarcada.com

A Cevicheria: Küchenchef Kiko setzt in der „Cevicheria“ dem Fisch ein kulinarisches Denkmal. Die peruanische Spezialität aus rohem, in Limettensaft mariniertem Fisch mit frischem Koriander schmeckt einfach großartig. Von der Bar aus kann man den Köchen beim Zubereiten zuschauen. Reservieren ist in dem kleinen Lokal zwecklos. Also reiht man sich mit den Einheimischen in die Schlange ein – und trinkt beim Warten den Signature-Drink des Ladens: Pisco Sour.
Rua Dom Pedro V 129, Facebook: A cevicheria

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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