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Auf einen Happen in: Paris Kleine Perlen oder großer Nepp – So findet man in Paris das richtige Restaurant

Restaurants gibt es in Paris wie Sand am Meer – doch die richtigen zu finden ist nicht einfach. Wir helfen bei der Suche in Frankreichs Hauptstadt.
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Heiß geliebt in der französischen Hauptstadt: Frisches Baguette. Quelle: Reuters
Paris

Heiß geliebt in der französischen Hauptstadt: Frisches Baguette.

(Foto: Reuters)

ParisEin Wiedersehen mit Paris ist immer großes Gefühlskino – besonders für Foodies. In der Stadt an der Seine gibt es mehr Restaurants als Treppen am Eiffelturm. Manche davon sind kleine Perlen, bei anderen muss man aufpassen, dass man nicht auf großen Nepp hereinfällt. Sieben Adressen in der französischen Hauptstadt, wo man wirklich gut isst.

Frühstück

Dupain: Ein „P’tit dej“, ein schnelles Frühstück bestehend aus Croissant und Café, bekommt man in Paris in jeder Bar. Leider servieren viele bloß aufgetaute Supermarktware. Deshalb lieber gleich zum Profi: Ab 8 Uhr morgens kann man bei „Dupain“ ein französisches Frühstück vom Allerfeinsten kriegen: Croissants, Pains au chocolat und Rosinenschnecken kommen direkt aus der Backstube im Untergeschoss mit einer Art Aufzug ins Café. Jedes Mal, wenn sich die Türe öffnet, weht ein verführerischer Duft über die Tische.

Boulevard des Filles du Calvaire, 3. Arrondissement, www.dupain.paris

Café Oberkampf: Das Frühstück im „Oberkampf“ ist eine gute Grundlage für den großen Stadtspaziergang: Man startet hier in den Tag mit Mandelmilch-Chia-Pudding (mit Granatapfel und gerösteten Mandeln) oder einem Quark mit ofenkrossem Granola-Müsli. Oder mit einer Stulle und selbst gemachter Erdnussbutter. Wer dann immer noch nicht genug hat, bestellt das gegrillte Landbrot mit dreierlei Käse und hausgemachter Chilikonfitüre. Fast alle Speisen sind vegetarisch und so weit es geht mit regionalen Produkten hergestellt.

Rue Neuve Popincourt 3, 11. Arrondissement, www.cafeoberkampf.com

Mittags

Marché des Enfants Rouges: Der älteste überdachte Markt von Paris existiert seit dem 16. Jahrhundert und hat seinen Namen vom benachbarten Waisenhaus, in dem alle Kinder rote Mäntel trugen. Heute bekommt man auf dem Markt nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch leckere Häppchen wie Falafel, Tartes oder Sandwiches.

Das Herz des Marktes gehört einem „Traiteur Marocain“, einer Art marokkanischem Deli. Er verkauft Couscous in acht verschiedenen Variationen. Ein paar Minuten dauert es, dann bekommt man eine große Tonschüssel mit heißer Hirse, viel Gemüse, scharfer Sauce und Fleisch an den wackeligen Holztisch gebracht. Zu trinken gibt’s für alle das Gleiche: Minztee.

Rue de Bretagne 39–41, 3. Arrondissement.

Maison Plisson

Delphine Plisson, die Inhaberin, war früher Managerin einer Modefirma. Weil Madame schon immer lieber gegessen hat, als auf ihre Linie zu achten, beschloss sie irgendwann, sich mit einem Mittelding aus Deli und Bistro selbstständig zu machen. Seitdem fährt sie durch ganz Frankreich, trifft kleine Produzenten und sucht nach neuen Rezepten.

Daraus kocht sie dann einen französischen Mittagstisch, zum Beispiel geschmorten Rindereintopf mit Möhren, Kabeljau mit selbst gemachtem Kartoffelstampf oder auch gerne waschechten Croque Monsieur auf sensationell gutem Brot.

Boulevard Beaumarchais 93, 3. Arrondissement, www.lamaisonplisson.com

Chartier: Einer der letzten „Bouillons“ von Paris liegt etwas versteckt an einem Hintereingang. Anfang des 20. Jahrhunderts trafen sich dort die Arbeiter des Viertels auf ein günstiges Mittagsgericht, heute kann man in dem großen Raum auf roten Plüschbänken beim Essen ein Stück Pariser Geschichte erleben. Man darf nur keinen romantischen Lunch bei Kerzenschein erwarten! Es ist laut, der Service zackig und die Bestellung wird auf die Tischdecke gekritzelt. Zu essen gibt es einfache, französische Hausmannskost zu sehr fairen Preisen.

Rue du Faubourg 7, 9. Arrondissement, www.bouillon-chartier.com

Abends

La Marée Jeanne: In dem gemütlichen Steingewölbe des Fischrestaurants fühlt man sich sofort wohl. Über den hellen Tischen hängen Riesenglühbirnen, das Besteck ist in Geschirrtücher eingewickelt und der Kellner bringt einen alkoholfreien Aperitif – in Paris eine Seltenheit.

Danach geht es weiter mit Frittura Mista und kleinen frittierten Fischen mit peppiger Aioli-Sauce. Im Hauptgang hatten wir gegrillten Tintenfisch mit einem Risotto aus rotem Camargue-Reis und Baby-Artischocken. Köstlich! Und am Ende war die Rechnung für Pariser Verhältnisse auch noch erfreulich überschaubar.

Rue Mandar 3, 2. Arrondissement, www.lamareejeanne.com

Le coq Rico: Das Eldorado für Hühnerfreunde: Jedes Gericht auf der Karte ist mit französischem Edelgeflügel zubereitet: Als Vorspeise gibt es diverse, hochkarätige Ei-Variationen, dann zum Beispiel eine Maispoularde mit Haselnusskruste (mit hausgemachten Pommes!) und zum Abschluss den französischen Dessert-Klassiker „Îles flottantes“, schwimmende Inseln aus Eischaum auf Vanillesauce. Echte Kenner bestellen das ganze Brathähnchen und teilen es brüder- und schwesterlich.

Rue Lepic 98, 18. Arrondissement, www.lecoqrico.com

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele. 

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