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Auf einen Happen in: Rotterdam Auch kulinarisch muss sich Rotterdam nicht verstecken

Für einen Städtetrip ist Rotterdam die richtige Adresse. Die Metropole überzeugt sowohl kulturell als auch kulinarisch – zu jeder Tageszeit.
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Maritimer Flair und kulinarischer Genuss. Rotterdam präsentiert sich als abwechslungsreiche Stadt. Quelle: AFP
Rotterdam

Maritimer Flair und kulinarischer Genuss. Rotterdam präsentiert sich als abwechslungsreiche Stadt.

(Foto: AFP)

RotterdamZwischen Hafen und Wolkenkratzern überzeugt Rotterdam mit zahlreichen Restaurants und Cafés. Ob Snickers-Schnittchen zum Frühstück, Mittagessen in cineastischer Atmosphäre oder Dinner in einem stillgelegten Bahnhof – kulinarisch braucht sich die holländische Metropole nicht zu verstecken.

Morgens

Jordy’s Bakery: Schon morgens um 8 Uhr riecht es nach frisch gebackenem Brot, Croissants und Schokoladenbrötchen. Abgeschirmt vom Lärm der Straße gibt’s dazu einen „Flat White“ und der Kaffee ist Bombe: Er hat die Kraft, alle müden Geister mit einem Schluck in Tanzstimmung zu versetzen.

Als Schmankerl bringt die gut gelaunte Inhaberin einen selbst gemachten Müsliriegel. Die Kollegin wuselt derweil durch die offene Backstube und knetet den Teig für die nächste Fuhre frischer Brötchen. Die werden dann üppig belegt, zum Beispiel mit Gouda, Kirschtomaten und feiner Wasabi-Mayo. Besser kann man nicht in den Tag starten.

Nieuwe Binnenweg 97a, weitere Filialen, www.jordysbakery.nl

Picknick: Am besten bestellt man hier die „Ontbijtplank“, die Frühstücksplatte mit Käse, Schinken, Marmeladen-Scones und einem wachsweichen Ei. Wer danach noch Hunger hat, ordert getoastetes Zimtbrot mit braunem Zucker und Süßrahmbutter nach.

Und selbst wenn es um diese Uhrzeit eigentlich noch viel zu früh ist für richtigen Süßkram: Die selbst gemachten Snickers-Schnitten sind der Knaller! Die Bedienung ist nicht die schnellste, aber Zeit spielt bei einem echten Picknick ja auch keine Rolle.

Mariniersweg 259, www.picknickrotterdam.nl

Mittags

Lantaren Venster: Guter Plan für schlechtes Wetter: Im Kino „Lantaren Venster“ werden jeden Tag 20 Filme in Originalsprache gezeigt – auch ein deutscher Streifen kann mal drunter sein. Davor geht man ins Kinobistro und bestellt dort zum Beispiel den Rote-Bete-Salat mit Ziegenfrischkäse oder ein Lachssandwich mit Rührei und Frühlingszwiebeln. Man sitzt auf Stühlen, die mit rotem Cord bezogen sind, und schaut durch große Fenster auf den Hafen. Schön!

Otto Reuchlinweg 996, www.lantarenvenster.nl

Hamburg Proper Burgers: Von draußen flackert das „Love“ der Leuchtreklame herein, der Kellner ist mit Tattoos übersät, und das Besteck holt man sich selbst. Nein, richtig schick ist es hier nicht. Aber wen stört das, wenn man Burger bekommt, die keine Wünsche offenlassen?

Die Brötchen sind außen kross und innen genau richtig weich, um Pesto und Tomatensalsa aufzusaugen. Das Fundament des Veggie-Burgers besteht aus gegrillter Aubergine und einem riesigen Portobello-Pilz. Großartig! Aus den glücklichen Gesichtern der Gäste am Nebentisch lässt sich ablesen, dass auch die Fleischvarianten köstlich sind.

Witte de Withstraat 94b, www.restauranthamburg.nl

Lof der Zoetheid: „Lob der Süße“ heißt der Name des Cafés übersetzt, und das trifft es ziemlich gut. Denn was die Russin Anastasia de Ruyter und ihre Mutter Elena täglich auf die Kuchenteller zaubern, ist ein Festmahl für Fans des Kaffeeklatsches: Es gibt Cheesecake, Lime-Meringue-Kuchen, Apfelkuchen, Karamell-Tarte, Schoko-Cookies – man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Und wo aufhören.

Der glutenfreie Mandelkuchen mit Kokos-Sojasahne-Topping war jedenfalls top – und die absolut nicht-vegane Schoko-Trüffel-Torte ebenso. Danach setzt man sich am besten ein paar Minuten an die Rotte, um sich auszuruhen. Der Weg dorthin ist zum Glück nicht weit: Der kleine Fluss fließt direkt vor dem Café entlang.

Noordplein 1, www.lofderzoetheid.com

Abends

De Jong: Was Jim de Jong, der 30-jährige Küchenchef, in seinem Restaurant unter den Arkaden eines stillgelegten Bahnhofs auftischt, hat Klasse. De Jong kocht so intuitiv-kreativ, dass er mittags noch nicht genau sagen kann, was es abends zu Essen gibt. Gemüse, Fisch und Fleisch kauft er von Produzenten aus der Region, im Sommer würzt er mit Kräutern vom Dachgarten des Hochhauses gegenüber.

Jeden Abend zaubert er zwei bildschöne 4-Gänge-Menüs, eines mit Fisch und Fleisch und ein vegetarisches. Beide sind toll anzusehen, schmecken wunderbar – und kosten interessanterweise das Gleiche (47 Euro). Für das Geld bekommt man Köstlichkeiten wie Entenbrust unter knuspriger Leinsaatkruste mit Artischocken und Orangensauce. Oder in Honig gebackenen Topinambur mit Sonnenblumenkernen.

Raampoortstraat 38, www.restaurantdejong.nl

Rodin: Irgendwie ist hier alles Kunst: In dem weitläufigen Speisesaal hängen Bilder von Rodin, die Gäste am Nebentisch unterhalten sich in verschiedenen Sprachen, und der kahlköpfige Küchenchef könnte auch in einem Film Noir mitspielen. Mit sonorer Stimme flüstert er das Menü des Tages: Lachstatar mit Kapern, Kalbsschnitzel vom Grill und zum Nachtisch Torte vom Rosé-Champagner.

Klingt nach großem Kino, aber ich entscheide mich trotzdem für zwei Klassiker der Bistroküche: Spinatsalat mit warmem Schafskäse und Seebrasse auf Lauchgemüse. War sehr lecker! Und der Hauswein dazu: sehr gute Wahl.

Schilderstraat 20a, www.rodinrotterdam.nl

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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