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Auf einen Happen in: Tallinn Kulinarisches Flair in Estlands Hauptstadt

Tallinn hat mittelalterliches Flair. Doch die Restaurants der estnischen Hauptstadt sind nicht von gestern – und lassen keinen Geschmack unbefriedigt.
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Den Rathausplatz zieren eine Kirche und ein markant hoher Turm – und die Gegend drumherum zahlreiche Restaurants und Cafés. Quelle: dpa
Tallinn

Den Rathausplatz zieren eine Kirche und ein markant hoher Turm – und die Gegend drumherum zahlreiche Restaurants und Cafés.

(Foto: dpa)

TallinnEstlands Hauptstadt liegt an der Ostsee und ist das kulturelle Zentrum des Landes. Tallinn begrüßt Städtebummler mit einer beeindruckenden Altstadt und gotischen Bauten. Den historischen Rathausplatz der Stadt dominiert das gotische Rathaus aus dem 13. Jahrhundert mit seinem 64 Meter hohen Turm. Doch auch kulinarisch bietet Tallinn ein abwechslungsreiches Programm. Hier kommt jeder auf seine Kosten: Schleckermäuler, Fleischliebhaber und Veganer.

Morgens

Carmen: Wer gern herzhaft in den Tag startet, ist hier genau richtig: Der Londoner Küchenchef will die Tallinner im Rotermann-Viertel mit kontinentaler Frühstückskultur verführen und tischt warme Panini mit selbstgebackenem Brot auf, außerdem grandiose Omeletts mit diversen Toppings, guten Cappuccino und Smoothies aller Couleur.

Um die Esten nicht vollends zu verschrecken, hat er aber auch zwei große Pötte mit dem einheimischen Traditionsfrühstück Porridge in petto.
Roseni 8, Carmen Cafe Rotermanni

Must Puudel: Reinkommen, hinsetzen, gute Laune kriegen: Von unserem Tisch aus schaut man auf ein riesiges, quietschbuntes Bild einer Frau, die aussieht wie Angela Merkel und Muffins isst. Der Rest der Einrichtung wirkt, als habe der Besitzer es an einem Würfelabend mit einem Clown gewonnen.

Die Frühstückskarte tut ihr Übriges, um mit einem Lächeln in den Tag zu starten. Der Beeren-Smoothie schmeckt nach Sommer, der Pancake ist heiß, süß und bananig – und einfach nur unfassbar lecker. Abends treffen sich hier die feierfreudigen Tallinner auf einen Drink.

Müürivahe 20, Must Puudel

August: Grün, gelb und pink leuchten die Lampenschirme, der Tresen ist hellgrün gekachelt, und im Wandregal blinkt ein rosa Hase. „Wir wollen, dass hier drinnen ewiger Sommer herrscht“, sagt Helli, die Köchin, die mit ihrem bunten Irokesenschnitt in den Laden passt wie ein Pinsel in den Malkasten.

Ab acht Uhr morgens versucht sie mit Mandelcroissants, belegten Brötchen, Omeletts und Pies gegen das triste Wetter anzukämpfen. Zu Hilfe kommt ihr dabei ein starker, eigens für das Café gerösteter Espresso, der als Cappuccino und Latte macchiato verlässlich wärmt.

Väike Karja 5, www.kohvikaugust.ee

Mittags

Estonian Burger Factory: Angefangen hat alles mit einem Kiosk am Straßenrand und einer Warteschlange bis zur nächsten Ecke. Aber seit Martin die „Burger Factory“ eröffnet hat, hat sich die Lage glücklicherweise entspannt. Die Burger sind hier wirklich großartig.

Das liegt vermutlich an dem Fleisch, denn Martin kauft Rind und Lamm nur von Erzeugern, die er persönlich kennt. Die Buns dazu backt er selbst, die Saucen sind hausgemacht, und die Fritten werden aus frischen Kartoffeln hergestellt. Wer gar nichts mit Fleisch anfangen kann, bestellt den Veggie-Burger mit Portobello-Pilz.

Pärnu mnt 41 a, www.ebf.ee

Klaus: Einige Hundert Meter außerhalb der dicken Stadtmauern verwandelt sich das liebliche Tallinn in eine Stadt mit Ecken und Kanten. Wer zu „Klaus“ will, atmet erst mal den Duft des Hafens ein. Drinnen sitzt man in tiefen Sesseln und bestellt leckere Snacks wie Quinoa-Salat mit Roter Bete und Granatapfelkernen oder ein Pulled-Pork-Sandwich mit Hummus und Senfdressing, das die Dimensionen eines mittelgroßen U-Bootes hat.

Wer mag, stöbert hinterher noch im angeschlossenen Concept-Store für estnisches Kunsthandwerk.

Kalasadama 8, klauskohvik.ee

Abends

V: Das „V“ steht für „vegan“, könnte aber auch „Voodoo“ bedeuten. Denn was die Köche hier ohne Fleisch- und Milchprodukte auf die Tische stellen, grenzt an Zauberei: eine cremige Suppe aus Äpfeln und Gurke, danach Pasta mit Pesto, frittiertem Tofu und Black Beans. Und als Nachtisch: Beerenkuchen auf veganem Schokoboden.

Und das Ganze ist kein Einzelfall: Gleich nebenan führt der Besitzer des „V“ auch das Restaurant „Vanaema Juures“, Großmutters Wohnzimmer. Dort bekommt man auf ähnlich hohem Niveau klassisch estnische Köstlichkeiten wie Rindfleischbraten mit einem Berg aus Bratkartoffeln und „Kama“, ein Dessert aus Haferflocken und Joghurt.

Rataskaevu 12, vonkrahl.ee

Leib: „Leib“ ist das estnische Wort für „Brot“, und Einrichtung wie Essen sind genial: Die Wände des kleinen Raums bestehen aus Holzlatten und Waschbeton, das Licht kommt aus Metallrohren. Zu essen gibt es beispielsweise Salat aus samtweichem Ziegenkäse, Möhrenstreifen und Sanddorndressing, danach ein rosa gebratenes, butterzartes Stück Rindfleisch mit Pilzen.

Und beim Dessert liegt unter einer dünnen Karamellkruste auf einer Scheibe eingeweichtem Schwarzbrot die perfekte Crème brulée. Reservieren!

Uus 31, leibresto.ee

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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