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Auf einen Happen in Wien Schnitzel, Stelze, Krapferl: Wiener Walzer für den Gaumen

Wien ist im Winter zu kalt? Ach was! Man kann sich Leib und Seele vortrefflich in vielen gemütlichen Kaffeehäusern und urigen Restaurants wärmen.
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Der Stephansdom steht zentral in der Innenstadt der österreichischen Hauptstadt – man kann hier aber auch problemlos den kulinarischen Genuss zum Mittelpunkt des Besuchs machen. Quelle: dpa
Wien von oben

Der Stephansdom steht zentral in der Innenstadt der österreichischen Hauptstadt – man kann hier aber auch problemlos den kulinarischen Genuss zum Mittelpunkt des Besuchs machen.

(Foto: dpa)

Wien Goldene Steaks gibt es in Wien zwar nicht, goldenen Stuck dafür aber reichlich. Wer möchte, kann den schon bei einem ausgezeichneten Frühstück bewundern. Auch sonst setzen die Wiener natürlich eher auf Schnitzel statt Filet. Und wem nach einem Tag voller bester Hausmannskost der Sinn nach etwas anderem als butterzartem Fleisch unter knusprig-gewellter Panade steht: Auch bei chinesischer Fusionsküche hat Wien einiges zu bieten.

Morgens

Meierei: Eines der besten Restaurants der Stadt ist das „Steirereck“ im Stadtpark. Ebenfalls hervorragend ist die dazugehörige „Meierei“, insbesondere fürs Frühstück. Das kann man à la carte bestellen (z. B. Waldpilz-Eierspeise mit Pfefferoni), oder als komplettes Kunstwerk. Dann wird eine Etagere an den Tisch gebracht, beladen mit Kürbis-Waffeln, Saiblings-Tartar, Ei im Glas, großartigem Beinschinken und einer Götterfrucht-Mandarinen-Tarte. Macht schon am Vormittag sehr, sehr glücklich. Reservieren!

Im Stadtpark 3, 3. Bezirk, www.steirereck.at/meierei

Supersense: In einem renovierten Palais aus dem 19. Jahrhundert sitzt man an halbhohen Tischen und bewundert den goldenen Stuck an den vier Meter hohen Decken. Zum Großen Braunen gibt’s getoastetes Schwarzbrot mit Stelze (Schweinehaxe) und Rucola-Frischkäse, leckere Handsemmeln mit Leberwurst und selbst gemachten Kuchen. Der Clou ist der angeschlossene Shop: Dort kann man sich für zehn Euro eine Polaroidkamera ausleihen und so jedem Wien-Besuch einen echten Vintage-Anstrich geben.

Praterstraße 70, 2. Bezirk, www.supersense.com

Mittags

Zum Schwarzen Kameel: Wenn der Wiener einen kleinen Hunger bekommt, organisiert er sich eine belegte Schnitte. Im „Schwarzen Kameel“ sehen die so verführerisch aus, dass der kleine Hunger sofort zum großen anwächst: Auf dunklem Roggenbrot liegt saftiger Schinken mit Meerrettich. Oder Linsen mit Blaukraut. Oder Rührei mit Schnittlauch.

Das Gute ist, dass die Schnittchen so winzig sind, dass man locker vier oder fünf davon essen kann. Und hinterher noch ein Schichtdessert im Glas. Oder einen Schoko-Kokos-Brownie. Oder ein Punschkrapferl, die sind hier nämlich wirklich zum Niederknien!

Bognergasse 5, 1. Bezirk, www.kameel.at

Vollpension: Wo schmeckt’s am besten? Daheim bei Oma! Weiß ja jedes Kind. Deshalb lassen sie in dem stylishen Retro-Café die Omas an die Backöfen: Jeden Tag backt eine andere ältere Dame ihren Lieblingskuchen – zum Beispiel Eierlikörgugelhupf oder Käsekuchen mit Apfelcreme.

Die Gäste sitzen unter rüschigen Lampen an Nierentischen und wer Lust hat, hält ein Schwätzchen mit der Tages-Oma. Das soll soziale Kontakte fördern, ist aber auch eine prima Gelegenheit, um an die guten alten Kuchenrezepte zu kommen! Mittags gibt’s auch „Cremesupperl“ und Gulasch, samstags und sonntags Brunch.

Schleifmühlgasse 16, 4. Bezirk, www.vollpension.wien

Abends

Heuer: Auf den hellen Holzregalen stehen die schönsten Erinnerungen an den Sommer: Einmachgläser mit Früchten, Chutneys und Holundersirup. Hier machen sie so viel es geht selbst, sogar den Ketchup. Die Gerichte sind fleischreich, aber eine Verneigung vor den Produkten. Und sie zeugen von großer Handwerkskunst. Das Hirschgulasch mit handgerollten Knödeln war traumhaft, ebenso die Kürbis-Gnocci in Nussbutter. Das Brot dazu kam aus dem Lehmofen. Reservieren!

Treitlstraße 2, 4. Bezirk, www.heuer-amkarlsplatz.com

Lugeck: Der „Figlmüller“ ist, was das Schnitzel betrifft, eine ziemlich große Nummer in Wien. Das finden sogar die Wiener, deshalb ist es beim „Figlmüller“ eigentlich immer voll. Das „Lugeck“ gehört ihm auch, ist aber jünger, was sich im hipperen Publikum, der helleren Einrichtung und den netteren Kellnern niederschlägt. Aber das panierte Kalbsschnitzel kommt ganz klassisch mit Kartoffelsalat – und ist top: sehr große Portion, wellige Panade, und das Fleisch zart wie Butter.

Lugeck 4, 1. Bezirk, www.lugeck.com

On: Vorweg all das, was man hier nicht bekommt: Lampions, Glückskekse und Kitsch-Deko. Dafür aber eine ungewöhnliche Fusionsküche: Der Chef stammt aus China und führt moderne südchinesische Kochkunst mit österreichischen Produkten zusammen. Schon mal Thunfischtatar mit Kürbiskernöl probiert? Wolfsbarsch auf Sauerkraut? Mangalitza-Schwein mit Oktopus? Eine echte Erleuchtung! So wie die Weinkarte auch: Darauf stehen viele gute österreichische Weine.

Wehrgasse 8, 4. Bezirk, www.restaurant-on.at

In der kulinarischen Reihe „Auf einen Happen in ...“ isst sich unsere Autorin durch verschiedene europäische Städte. Auch Restaurants sind schließlich Ausflugsziele.

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