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Awards Nicht nur Künstler freuen sich über die Grammys

Die Freude bei den Künstlern ist immer groß, wenn sie einen der begehrten Grammy-Awards in den Händen halten. Aber auch Unternehmen profitieren von der Preisverleihung.
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Einige Tage vor der Grammy-Verleihung hatte Dua Lipa bereits einen Auftritt auf einer Party der Musikstreamingplattform Spotify. Quelle: dpa
Dua Lipa

Einige Tage vor der Grammy-Verleihung hatte Dua Lipa bereits einen Auftritt auf einer Party der Musikstreamingplattform Spotify.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMüsste man die diesjährige Grammy-Verleihung mit einem Adjektiv beschreiben, wäre es wahrscheinlich das Wort „neu“. Neu war, dass so viele Frauen nominiert waren wie noch nie in der Geschichte des wichtigsten amerikanischen Musikpreises. Neu war auch, dass die bisher eher unterrepräsentierte Rap-Musik große Erfolge feierte. Diese zwei Neuheiten drücken sich vor allem in den Namen der großen Gewinner des Abends aus: Kacey Musgraves und Childish Gambino.

Die Country-Sängerin Musgraves gewann am Sonntagabend im Staples Center in Los Angeles den Königspreis für das beste Album. Ausgezeichnet wurde ihr Werk „Golden Hour“, das zuvor schon in der Kategorie bestes Country-Album triumphiert hatte. Der Rapper Childish Gambino feierte einen großen Erfolg, als er mit „This is America“ die Preise in den Kategorien Aufnahme und Song des Jahres als erster Rapper abräumte. Musgraves und Childish Gambino waren die großen Gewinner des Abends, weil sie sich jeweils in vier Kategorien durchsetzten.

Und um wieder auf das Attribut „neu“ zurückzukommen: Als beste neue Künstlerin des Jahres wurde die britische Sängerin Dua Lipa ausgezeichnet. Die 23-Jährige verwies in ihrer Dankesrede darauf, dass dieses Jahr viele großartige Künstlerinnen für Preise in den insgesamt 84 Kategorien nominiert worden seien. Bei der Preisverleihung 2018 war die Mehrzahl der Nominierten noch männlich. Fünf der acht Nominierten für das Album des Jahres waren am Sonntag Frauen.

Mit ihrem Sieg in der Kategorie „Best New Artist“ steht Dua Lipa nun in einer Reihe mit heute sehr erfolgreichen Künstlern, wie Sam Smith, Macklemore & Ryan Lewis, Adele, Amy Winehouse, der Moderatorin der diesjährigen Grammy-Verleihung Alicia Keys oder Christina Aguilera.

Einige Tage vor der Grammy-Verleihung hatte Dua Lipa bereits einen Auftritt auf einer Party der Musikstreamingplattform Spotify gehabt. Die Party „Grammy's Best New Artists“ ist seit einigen Jahren eine Tradition des Unternehmens. Die Nominierten in der Grammy-Kategorie „Best New Artist“ haben dort die Möglichkeit, ihre Songs zu präsentieren, die ihnen diese Nominierung eingebracht haben. Das Besondere: Das Publikum an diesem Abend besteht fast hauptsächlich aus Leuten aus der Musikindustrie, die daran interessiert sind, Kontakte zu aufstrebenden Künstlern zu knüpfen und mit ihnen Geschäfte zu machen.

Die Country-Sängerin wurde ausgezeichnet für ihr Werk „Golden Hour“, das zuvor schon in der Kategorie bestes Country-Album triumphiert hatte. Quelle: dpa
Kacey Musgraves

Die Country-Sängerin wurde ausgezeichnet für ihr Werk „Golden Hour“, das zuvor schon in der Kategorie bestes Country-Album triumphiert hatte.

(Foto: dpa)

Die Party kann also ein Karrieresprungbrett für die jungen Sängerinnen und Sänger sein. Die Plattform selbst schreibt auf ihrer Website, dass die insgesamt acht Nominierten bereits mehr als zwei Milliarden Aufrufe auf Spotify zusammen gehabt hätten.

Doch nicht nur durch ihre „hottest non-official Grammy party“, wie Billboard.com es nennt, profitiert die Streamingplattform Spotify von den Grammys. So stellte das Unternehmen vorher auch Listen zusammen, mit Musik der nominierten Künstler. Und die amerikanische Fernsehshow „Good Morning America“ stattete Spotify mit ein paar Informationen aus, um vor der Gala schon schätzen zu können, welche Künstler in diesem Jahr wohl ordentlich abräumen würden.

Dafür erstellte Spotify eine Liste mit den markantesten Nominierten in der Kategorie „Best New Artist“ und machte öffentlich, in welchem US-Bundesstaat welcher der Nominierten am meisten gehört wurde. Die Gewinnerin Dua Lipa wurde demnach am meisten im Nordosten der USA gehört.

Neben dem Streamingportal Spotify profitieren aber auch die Mode-Unternehmen von der wichtigsten Musikverleihung Amerikas. Denn bevor es los ging flanierten die Stars wie gewöhnlich über den roten Teppich und präsentierten dabei die neusten modischen Trends, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Verständlich, dass dadurch natürlich auch Aufmerksamkeit auf die Designer gezogen wird, die die Künstler an diesem Abend ausstatten. Am vergangenen Sonntagabend lagen vor allem auffallende Hüte und Glitzer im Trend.

Jennifer Lopez trug einen cremefarbenen Hut mit breiter Krempe. Er war passend zu ihrem Kleid von Ralph & Russo mit Schmucksteinen ausgestattet. Unkonventionelle Mode führte Cardi B vor, die an eine Meerjungfrau in einer Muschel samt Perlen erinnerte. Der Look wurde 1995 von Thierry Mugler designt.

Michelle Obama, Überraschungsgast an diesem Abend, trat in einem Metallic-Anzug von Sachin & Babi auf die Bühne. Lady Gaga wählte ebenfalls Glitzer. Sie trug ein silberfarbenes trägerloses Paillettenkleid mit hohem Beinschlitz und Seitenrüschen von Céline. Die Gewinnerin in der Kategorie Album des Jahres, Kacey Musgraves, trug auf dem roten Teppich eine hautfarbene Robe von Valentino mit Schleife, deren Ausschnitt gewagt war und wie ein Fächer wirkte.

Die Sängerin und Schauspielerin trug einen cremefarbenen Hut mit breiter Krempe. Er war passend zu ihrem Kleid von Ralph & Russo mit Schmucksteinen ausgestattet. Quelle: dpa
Jennifer Lopez

Die Sängerin und Schauspielerin trug einen cremefarbenen Hut mit breiter Krempe. Er war passend zu ihrem Kleid von Ralph & Russo mit Schmucksteinen ausgestattet.

(Foto: dpa)

Es gab auch Schmetterlingslook, Neonlook und Outfits mit langen Kapuzen an ungewöhnlicher Stelle zu beobachten. Die modisch nicht zurückhaltende Janelle Monáe ähnelte Lopez darin, dass sie auch eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe trug. Dazu hatte sie ein kurzes Kleid von Jean Paul Gaultier an, das an den Schultern spitz nach oben abstand.

Die Provokateurin Joy Villa kleidete sich als die Mauer von US-Präsident Donald Trump. Sie hatte etwas an, das wie Alufolie aussah und trug eine Handtasche mit der Aufschrift „Make America Great Again“ – Trumps Slogan.

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