Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bread & Butter Zalandos Lifestyle-Messe lockt mit Berg, Burgern und Boateng

Bei „Bread & Butter“ steht nicht das Fachpublikum, sondern der Endkonsument im Mittelpunkt. Die Modebranche lockt mit Sondereditionen und viel Tamtam.
Kommentieren
Bis Sonntag werden auf der Messe rund 30.000 Besucher erwartet. Quelle: dpa
Bread & Butter in Berlin

Bis Sonntag werden auf der Messe rund 30.000 Besucher erwartet.

(Foto: dpa)

Berlin Die junge Frau mit dem dunklen, kurzen Haar und dem weißen T-Shirt mit der Aufschrift „Revolution is female“ kämpft. Sie hat es fast geschafft, den Gipfel der Kletterwand zu erreichen. Doch kurz vor dem Ziel, in der Überhangpassage der Wand, kann sie sich nicht mehr halten. Sie lässt sich mit einem Schrei fallen, auf eine weiche Matte.

Die mutige Kletterin versucht wie viele andere den „The North Face Mountain“ zu erklimmen. So heißt der künstliche Berg, den die US-Outdoormarke auf dem sogenannten Arena-Gelände im Berliner Osten aufgebaut hat. Wer zu den Auserwählten gehört, die ein Ticket für eine Klettertour gewonnen haben, erklettert sich so die Chance, als Lohn eine spezielle Edition von 66 Nuptse-Daunenjacke von The North Face zu gewinnen.

Die aufwendige Aktion von The North Face ist eine von vielen auf der Zalando-Modemesse Bread & Butter, die drei Tage lang bis zu diesem Sonntag in der Hauptstadt rund 30.000 Besucher anlockt. Die Veranstaltung mit Hiphop-Konzerten, Diskussionen über Kunst, Leben und Mode, vielen Workshops und reichlich Imbissständen mit Snacks wie Hamburgern zielt auf junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren.

41 Marken von Adidas bis Timberland und Carhartt zeigen in den Hallen des weitläufigen Arena-Geländes die aktuellsten Trends der Freizeitmode. „Wir wollen den Besuchern eine besondere Erfahrung mit den zum großen Teil exklusiven Produkten der vielen Marken vermitteln“, sagte David Schneider, Co-CEO von Zalando, zur Eröffnung.

Spezial-Editionen bestimmen das Geschehen

Kleine Spezial-Editionen, die es nur oder zuallererst hier in Berlin gibt, und die Personalisierung von Mode sind das beherrschende Thema der dritten Veranstaltung ihrer Art. Die Messe ist anders als die üblichen Fashion-Weeks nicht dem Fachpublikum vorbehalten, sondern für den Endkonsumenten geöffnet. Der kann hier einkaufen, die Klamotten gleich mitnehmen oder sie sich nach Hause schicken lassen.

Viele Marken besinnen sich auf der Musik-Mode-Lifestyle-Veranstaltung auf die guten alten Zeiten. So greift Puma auf die 80er Jahre zurück. Der Sportartikelkonzern lässt die damals neue sogenannte RS Technologie, eine spezielle Dämpfungstechnologie, wieder aufleben. Und weil das für die Herzogenauracher noch nicht genug Retro ist, zeigen sie auf ihrem Stand eine Synthesizer-Audioinstallation vom Musikinstrumenten-Konzern Roland und feiern die Premiere eines Nostalgie-Schuhs in Kooperation mit dem legendären Sofortbildkamerahersteller Polaroid. Die Lasche des Schuhs ziert das bunte Farbband der Polaroid-Logos.

Der ewige Puma-Konkurrent Adidas kann da selbstverständlich nicht nachstehen. So präsentiert der Konzern mit den drei Streifen ein Modell seiner Damen-Schuh-Linie Falcon, die sich am Stil der neunziger Jahre orientiert. „Wir verkaufen 300 Paar exklusiv vorab auf der Bread & Butter“, sagt eine Firmensprecherin. Adidas will junge Frauen auf seinen Stand nicht nur mit der limitierten Schuh-Edition locken, sondern damit, sich mal eben die Nägel lackieren oder sich die Haare oder sogar ein Piercing machen zu lassen. Außerdem präsentiert Adidas den dänischen Popstar MO, der mit dem Hit „Lean on“ einst für Furore sorgte.

Neulinge statt Klassiker

Während klassische Modemarken wie Hugo Boss bei der dritten Auflage der Bread & Butter mit einem eigenen Stand in Berlin fehlen, treten ganz neue Aussteller auf, wie das Berliner Kunst- und Modemagazin O32C. Es präsentiert die ersten Caps und Jacken des deutschen Fußballstars Jerome Boateng und Zalando. „BOA17“ heißt die Sonderkollektion des Fußballnationalspielers mit der Spielernummer 17. Dazu gehört ein Camouflage-Hemd mit der lateinischen Weisheit „per aspera ad astra“ – durch das Rauhe zu den Sternen. Eine Anspielung auf Boatengs Aufstieg von seiner Kindheit im Berliner Arbeiterstadtteil Wedding bis zum internationaler Fußballstar.

Ihm dürften auch die weißen Schuhe mit dem hohen Schaft der amerikanischen Skateboard-Modemarke Vans gefallen. Der US-Konzern setzt voll auf die Personalisierung seiner Schuhe. Besucher können sie bei Workshops auf dem riesigen Stand von Vans mit Sprayfarben und allerlei anderem Material gestalten. Wem die Fantasie oder der Mut dazu fehlen, der kann sich von zwei Designern helfen lassen. Schon kurz nach der Eröffnung bilden sich vor dem Counter des House of Vans, wie die Gruppe von Ständen heißt, lange Schlangen von bunt gekleideten Besuchern.

Bei der Kletterwand von The North Face müssen es die Besucher hingegen ganz alleine schaffen, bis oben zum Gipfel. Ob sich der Aufwand lohnt, ist für die Fans der Marke sicherlich keine Frage. Andere dürften allerdings schon Probleme damit haben, dass die Marke für ihre Winterjacken Gänse-Daunen verwendet.

Startseite

Mehr zu: Bread & Butter - Zalandos Lifestyle-Messe lockt mit Berg, Burgern und Boateng

0 Kommentare zu "Bread & Butter: Zalandos Lifestyle-Messe lockt mit Berg, Burgern und Boateng"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote