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Buchungstipps Wie Urlauber ihre Traumfinca auf Mallorca finden

Finca-Urlaub auf Mallorca steht hoch im Kurs. Doch gerade auf der Baleareninsel gibt es jede Menge Betrüger. Was Sie bei der Buchung beachten sollten.
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Wer eine Urlaubsunterkunft wie diese im Internet bucht, sollte auf bestimmte Dinge achten. Quelle: mallorca-myhome.com
Finca bei Pollença

Wer eine Urlaubsunterkunft wie diese im Internet bucht, sollte auf bestimmte Dinge achten.

(Foto: mallorca-myhome.com)

Palma de Mallorca Erholung unter der Sonne Mallorcas – für rund 14 Millionen Touristen sah so im vergangenen Jahr der perfekte Urlaub aus. Und auch 2019 gehört die Baleareninsel wieder zu den beliebtesten Reisezielen, auch, wenn vor allem die hiesigen Hoteliers von sinkenden Buchungszahlen sprechen. Dies liegt nach Expertenmeinung auch daran, dass immer mehr Individualurlauber Mallorca für sich entdecken und lieber in Ferienwohnungen oder Fincas einchecken.

Von den offiziell auf Mallorca rund 600.000 lizensierten und registrierten Betten entfallen rund 500.000 auf Hotelbetriebe. Bereits etwa 92.000 Betten verteilen sich auf die rund 12.000 lizensierten Ferienhäuser der Insel. Die Auswahl ist also riesig, abseits der Bettenburgen seinen Urlaub zu verbringen.

Doch leider stehen Spanien und insbesondere Mallorca auch ganz oben auf der Liste, wenn es um Betrugsmeldungen bei Ferienvermietungen geht. Um den schwarzen Schafen der Branche das Handwerk zu legen, wurden bereits im vergangenen Jahr von der Inselregierung strengere Auflagen für die Ferienvermietung auf den Weg gebracht, die in dieser Saison strenger kontrolliert werden sollen.

So sollen etwa in bereits vom Tourismus gesättigten Zonen wie der Playa de Palma mit dem „Ballermann“ oder der Ostküste Mallorcas mit den Touristenzentren Cala d’Or, Cala Millor und Co. keine neuen Ferienvermietungen mehr erlaubt werden. Damit will der Inselrat dem Wildwuchs bei der Anzahl von Gästebetten den Kampf ansagen und gleichzeitig ein Instrument in der Hand haben, um gegen unseriöse Anbieter vorzugehen, die mitunter auch ohne gültige Lizenzen an Urlauber vermieten.

Wer im Internet eine Ferien-Finca gefunden hat, sollte auf jeden Fall prüfen, ob diese eine gültige Lizenznummer hat. Sie muss stets für den Urlauber ersichtlich sein. Die Nummer kann auch mit der App „Ferienvermietungscheck Mallorca“ des balearischen Tourismusministeriums überprüft werden. Die App (Verificador alquiler turístico) ist verfügbar für Android sowie IOS.

Insgesamt hat Mallorca rund 12.000 lizensierte Ferienhäuser im Angebot. Quelle: Imago
Finca bei Banyalbufar

Insgesamt hat Mallorca rund 12.000 lizensierte Ferienhäuser im Angebot.

(Foto: Imago)

Um von vornherein unseriöse Anbieter auszusieben, sollten Urlauber sich nicht von günstigen Preisen auf Internetseiten blenden lassen und sich zunächst einmal vergewissern, dass es ein Impressum gibt. Dies gilt auch bei spanischen Anbietern. Anhand dessen lässt sich beispielsweise schon der Firmensitz mit der angegebenen Telefonnummer abgleichen.

Stimmen beide nicht überein oder ist gar kein Kontakt angegeben, sollte man die Finger vom Angebot lassen, rät auch der Verband deutscher Ferienhausanbieter (VDFA). Auch auf Siegel wie dem des TÜV oder des Deutschen Reiseverbandes (DRV) könne man achten. Sogar auf Mallorca arbeiten viele Anbieter mit solchen Organisationen zusammen.

Sollten Finca-Vermieter mehr als 30 Prozent des Gesamtmietpreises als Anzahlung fordern, ist Vorsicht geboten. Eine Anzahlung von 50 Prozent ist mehr als unseriös. Von Komplettzahlungen mit Rabatten und Überweisungen an Orte, die nichts mit dem Urlaubsort zu tun haben, raten Experten ebenfalls ab.

Romantische Vorstellungen

Auch, wenn die Fotos auf den Seiten der Anbieter oder Vermittler meist das Blaue vom Himmel versprechen, sollte jeder Finca-Mieter genau überlegen, was er erwartet. Viele Urlauber haben beim Thema Finca mitunter zu romantische Vorstellungen vom Steinhaus auf dem Lande. Denn die eigentlichen Fincas sind zwar nun mal Land- und Bauernhäuser, waren in ihrem Ursprung aber mitunter spartanisch und einfach ausgestattet.

Heizung, Klimaanlage & Co. gehörten hier nicht zur Standardausstattung. Bei modernisierten Häusern sieht dies heute ganz anders aus. Seriöse Anbieter wissen um den Komfortwunsch ihrer Kunden und haben sich entsprechend darauf eingestellt – inklusive Pool und moderner Küche. Wer jedoch nicht sicher ist, sollte besser nachfragen, bevor er am Ende enttäuscht wird.

Genaue Beschreibung anschauen

Eine gute Ausstattung ist auch besonders wichtig, wenn man mit dem Flugzeug anreist und nur beschränkt Gepäck mitnehmen kann. In guten Ferienhäusern gehören Hand- und Küchentücher, Badetücher und Bettwäsche deshalb zum Standard. Auch hier empfiehlt es sich, die genaue Beschreibung der Finca anzuschauen und bei Unklarheiten bei der Vermittlung oder dem Vermieter selbst nachzufragen.

Da Fincas meist abseits größerer Städte oder auch außerhalb vom Ort liegen, ist ein Mietwagen eigentlich immer unverzichtbar. So lassen sich auch die Einkäufe für die Selbstversorgung besser nach Hause bringen. Auf öffentliche Verkehrsmittel können Finca-Mieter jedenfalls in den seltensten Fällen setzen.

Mehr: Für Mallorca-Urlauber gelten seit kurzem neue Benimmregeln. Lesen Sie hier, welche Strafen Mallorca-Urlaubern drohen – nicht nur am Ballermann.

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