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Craig Green Wie ein Klempnersohn zum internationalen Star-Designer wurde

Der junge Brite Craig Green kommt aus einfachen Verhältnissen. Seine Kreationen überzeugen die internationale Modeszene – und Stars wie Tilda Swinton.
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Der 32-Jährige hat den Sprung in die internationale Modeszene geschafft. Quelle: CAMERA PRESS/Chris Floyd
Craig Green

Der 32-Jährige hat den Sprung in die internationale Modeszene geschafft.

(Foto: CAMERA PRESS/Chris Floyd)

LondonDafür, dass Craig Green in der Modebranche ein Star ist, wirkt er ungewöhnlich unauffällig: Der 32-Jährige sieht aus wie viele andere junge Männer aus der britischen Arbeiterklasse, zu der er sich durchaus zählt.

Geboren und aufgewachsen im Norden Londons als Sohn eines Klempners und einer Krankenschwester, hat Craig Green jedoch den Sprung in die internationale Modeszene geschafft.

Dreimal gewann er The British Fashion Awards, er stellte im New Yorker Metropolitan Museum of Art aus, arbeitet mit dem Label Moncler zusammen, entwarf die Kostüme für den Ridley-Scott-Blockbuster „Alien: Covenant“ und zählt Celebrities wie Jay-Z und Drake zu seinen Fans. Die „Vogue“ schwärmt von ihm als dem „wohl talentiertesten Designer seiner Generation“.

Längst sind Teile aus den Kollektionen seines gleichnamigen Labels in renommierten Kaufhäusern wie Barneys, Dover Street Market oder Galeries Lafayette zu finden, und das nicht mehr nur in der Herrenabteilung, sondern auch bei den Damen. Stars wie Tilda Swinton und Rihanna tragen ebenfalls seine Designs – was ihn zumindest nicht stört.

Seine Entwürfe mit ihren entspannten Schnitten, Schnüren oder Gürteln sollen nicht geschlechterdefinierend sein, sondern einigermaßen neutral. Der Brite arbeitet dabei häufig mit einer Erinnerung aus seiner Kindheit: der Uniform, die er nicht als Statussymbol schätzt, sondern als kollektiv verbindendes Element.

Für ihn steht Funktionalität im Vordergrund. Häufig wirken seine Hosen und Oberteile wie eine Kombination aus Arbeiterkleidung und religiösem Gewand.

Der Ruhm schützt Craig Green nicht vor Spott: Als er bei der letzten London Fashion Show Models in buntes, luftiges Plastik hüllte, fühlten sich einige Betrachter an die für den Versand empfindlicher Gegenstände benutzte Knallfolie erinnert.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°2/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 22. März 2019 am Kiosk erwerben.

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