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Der Weg zur Ich-AG So werden Sie zur Marke

Nicht nur Prominente können sich selbst als Marke inszenieren. Ein Karrierecoach erklärt, wie erfolgreiches Selbstmarketing gelingt.
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Jeder kann sich selbst als Marke inszenieren, nicht nur Promis. Quelle: dpa
Barbara Schöneberger

Jeder kann sich selbst als Marke inszenieren, nicht nur Promis.

(Foto: dpa)

Das Rezept für gutes Selbstmarketing steckt im Wort selbst: Marke. Man muss kein Prominenter wie Barbara Schöneberger sein, um sich selbst als Marke zu inszenieren. „In jeder Firma gibt es den einen Experten, den man zu einem bestimmten Thema immer fragen kann“, sagt der Düsseldorfer Karrierecoach Dieter Krautwald.

Ziel eines erfolgreichen Selbstmarketings müsse es sein, zu einem von diesen Experten zu werden. Krautwalds These: Was Apple oder Coca-Cola haben, haben die meisten Mensch auch. Ein Alleinstellungsmerkmal, auf Englisch „unique selling point“ (USP). Diesen Punkt gilt es zu finden – wobei die folgenden Methoden helfen:

Lebenslauf-Scan

Wer seine Stationen im Lebenslauf durchgeht, kann viele Fragen zum USP beantworten: Welche Erfahrungen kann ich vorweisen? Wo glänzt mein Lebenslauf besonders? Was sind Schwächen? „Auch über das Ausschlussprinzip kann man sein individuelles Verkaufsargument finden“, sagt Krautwald. Wichtig sei, dass man sich mit seinem USP wohlfühle. Dabei sei strategisches Vorgehen erlaubt. „Man sollte aber nie eine Nische besetzen, nur weil sie gerade frei ist.“

Blitz-Feedback einholen

Dorie Clark, Autorin des Selbstmarketing-Bestsellers „Reinventing You“, rät dazu, Freunde, Kollegen oder ehemalige Chefs um eine Einschätzung der eigenen Person zu bitten. Und zwar in exakt drei Wörtern. Nach fünf oder sechs solcher Drei-Wort-Beschreibungen bilden sich Muster heraus – wertvolle Hinweise auf den eigenen USP.

Google hat die Antwort

Haben Sie sich schon einmal selbst gegooglet? Und: Gefällt Ihnen, was da steht? Falls nicht, lässt sich gezielt gegensteuern – etwa mittels eines persönlichen Blogs, Social-Media-Postings oder Fachvorträgen zu Ihrem Lieblingsthema. Das ist zwar noch kein eigener Radiosender wie bei Barbara Schöneberger – aber immerhin ein Anfang.

Nur nicht langweilen

„Wer nur gefällt, fällt selten auf“, sagt Karrierecoach Krautwald. Interessant sind deshalb Menschen, die Widersprüche in sich vereinen (Umweltaktivist beim Energieversorger) oder mit Konventionen brechen (Barack Obama als erster schwarzer US-Präsident).

Ein Markenzeichen finden

Egal ob Angela Merkels Raute, Madonnas Zahnlücke oder Cristiano Ronaldos Initialen plus Rückennummer: Zu jeder Marke gehört irgendwie auch ein Markenzeichen. Gerade Promis liefen jedoch Gefahr, dass von außen ein Merkmal über sie drübergestülpt werde, sagt die Kölner Imageberaterin Nicola Schmidt. Besser sei es deshalb zu schauen, was zu Person und Temperament passe.

„Möglicherweise setzt man das Markenzeichen auch schon unbewusst ein“, so Schmidt. Letztlich kommt es aber auch hier darauf, sich unverwechselbar zu machen. Oder wie Barbara Schöneberger es sagt: „Das letzte, was ich sein will, ist eine austauschbare Ansagerin, die im Prinzip keinem mehr fehlt, wenn sie nicht mehr da ist, weil dann da die nächste Blondine im bunten Rock steht, die die Nachrichten ansagt.“

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