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Fantasie-Raumschiff „Tri-Wing S-91x Pegasus Starfighter“

Gemeinsam von Porsche und der Produktionsfirma Lucasfilm für den letzten Teil der interstellaren Saga entwickelt.

Design-Kooperation Ein Raumschiff im Autodesign: So begleitet Porsche den neuen Star-Wars-Film

Der deutsche Sportwagenbauer und US-Produzent Lucasfilm haben zur Star-Wars-Premiere einen Raumjäger entworfen. In Los Angeles wird er gezeigt.
13.12.2019 - 09:00 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Nein, es kachelt kein Porsche auf der Leinwand durch den Weltraum. Doch wenn sich kommende Woche weltweit in den Kinos der Vorhang zu „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ hebt, ist der schwäbische Sportwagenhersteller zumindest gestaltungsmäßig am neunten und letzten Teil der interstellaren Saga beteiligt.

Gemeinsam mit der Produktionsfirma Lucasfilm hat die Porsche AG ein Fantasie-Raumschiff entwickelt, „das die Design-DNA beider Marken in sich vereint“, heißt es bei Porsche zum deutsch-amerikanischen Projekt mit dem offiziellen Namen „The Designer Alliance“.

Eineinhalb Meter lang ist das Modell, das am nächsten Mittwoch bei der weltweit mit Spannung erwarteten Premiere des finalen Sternenkrieg-Streifens den Zuschauern zunächst in Los Angeles präsentiert wird. Der Name Porsche taucht zwar in der etwas sperrigen Bezeichnung „Tri-Wing S-91x Pegasus Starfighter“ nicht auf.

Das Design des Raumschiffs sei aber „stimmig in die Star-Wars-Filmwelt integriert und zeigt zugleich klare Analogien zur Porsche-typischen Formensprache und Proportion“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche beim Unternehmen aus Zuffenhausen. Der namentliche Bezug zum Klassiker 911 ist ohnehin nicht zu überlesen.

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    Dass bei der Premiere in Los Angeles, dem Zentrum der US-Film- und Fernsehbranche, gleich auch der neue Porsche-Elektrosportwagen Taycan präsentiert wird, ist kein Zufall. Der erlebt zurzeit seine globale Markteinführung – und: „Unsere Kooperation mit Star Wars passt perfekt zum Start des Taycan“, sagt Kjell Gruner, Leiter Marketing bei Porsche. „Die Designteams haben die unterschiedlichen Welten von Porsche und Star Wars miteinander vereint und damit den Fans beider Marken ein ganz besonderes Geschenk gemacht.“

    Bei der Präsentation des Taycan in Singapur gab es einen Vorgeschmack auf den neuen Star-Wars-Streifen. (Foto: Michael Basche)
    Sturmtruppen und Sportwagen

    Bei der Präsentation des Taycan in Singapur gab es einen Vorgeschmack auf den neuen Star-Wars-Streifen.

    (Foto: Michael Basche)

    Wohl war. Schon vor einigen Wochen tummelten sich in Singapur bei einer Präsentation dieser Designer Alliance und vor allem des Taycan perfekt kostümierte Star Wars-Fans, besser: -Nerds, und posierten nach einer spektakulären Show unermüdlich mit einem brandneuen Exemplar des E-Renners.

    Der asiatisch-pazifische Raum ist für Porsche ein enorm attraktiver Markt, entsprechend zog die PS-Schmiede vor der Kulisse des bunt strahlenden Marina Bay Sands Hotels sämtliche Marketing-Register. Singapurs Jeunesse dorée war geladen, Stars, Sternchen, Influencer, Yuppies, dazu rund 60 Mitglieder des Porsche Golf Circle, die zufällig gerade im Speckstreifen der Metropole ein Turnier austrugen.

    250 Drohnen schwebten über der Bühne und illuminierten die Szenerie mit Video-Leinwand, aufmarschierenden imperialen Stormtroopers und dem dazu passenden weißen Taycan, der aus einer Art schwarzem Loch materialisierte. Design-Chef Michael Mauer war ebenso eingeflogen wie Doug Chiang, als Vice President und Executive Creative Director sein Pendant bei Lucasfilm.

    Mauer betont, dass im „Tri-Wing S-91x Pegasus Starfighter“ die Porsche-DNA deutlich zu identifizieren ist. „Die sich nach hinten verjüngende Grundform der Kabine und eine stark ausgeprägte Topographie von der Flyline des Cockpits bis hin zu den Turbinen schafft visuelle Parallelen zum ikonischen Design des 911 oder Taycan“, sagt der Porsche-Mann.

    Tatsächlich finden sich in der Formensprache und im Inneren des Raumschiffs etliche Merkmale, die Mauer seit 2004 mit seinem Team den Porsche-Modellen verpasst. Die Front mit dem Porsche-typischen Vier-Punkt-Tagfahrlicht erinnert an die Lufteinlässe, die im Taycan mit den Frontscheinwerfern eine Einheit bilden.

    Das Heckgitter mit den Lamellen und dem integrierten dritten Bremslicht ist von der aktuellen 911-Generation inspiriert. Das Heck des Raumfahrzeugs wird zudem vom markentypischen Leuchtenband geziert. Und Platz für R2-D2 ist auch.

    Zwei Monate bis zum Modell

    Bei Partner Lucasfilm scheint man ebenfalls beseelt von der Zusammenarbeit. Sie biete „eine großartige Gelegenheit, um die Designsprache von Porsche und von Star Wars zu verbinden. Persönlich habe ich das Projekt als kreative Herausforderung und außergewöhnliche Inspiration erlebt“, sagt Lucasfilm-Chefdesigner Chiang.

    Doug Chiang (l.), Vice President bei Lucasfilm, und Porsche-Mann Michael Mauer. (Foto: Porsche AG)
    Arbeit am Raumschiff-Design

    Doug Chiang (l.), Vice President bei Lucasfilm, und Porsche-Mann Michael Mauer.

    (Foto: Porsche AG)

    Nur zwei Monate dauerte es laut Porsche, bis die Projektteams in den Designstudios in Weissach und in San Francisco aus ersten Ideen und Entwürfen das fertige Modell entwickelt hatten. „Wir bringen in unserem Projekt zwei Welten zusammen: das exotische Filmdesign einer Galaxie, die sehr weit entfernt liegt, und die Präzisionsarbeit bei der Entwicklung von emotionalen Porsche-Sportwagen“, glaubt Chiang.

    Einen Wunsch freilich musste er dem Kollegen Mauer denn doch abschlagen: die sechs Triebwerke für den Raumjäger, analog zu den sechs Zylindern des ikonischen Porsche-Boxermotors – der „Tri-Wing S-91x Pegasus Starfighter“ muss mit zwei Schubdüsen auskommen. Aber das passt wiederum zu den beiden E-Maschinen im Taycan.

    Mehr: Porsche-Chef Oliver Blume im Interview – „Porsche erlebt gerade eine Sonderkonjunktur“

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