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Dress for Success Die falsche Versuchung

Sie gehört zu den beliebtesten Urlaubsmitbringseln: die Designertasche. In Touristenmetropolen findet man sie an jeder Straßenecke. Doch Vorsicht vor Copy Cats: Zu oft entpuppt sich das It-Bag als Igitt-Bag.
14.07.2012 - 15:53 Uhr 2 Kommentare
Taschen, so weit das Auge reicht: In Pekings Silk Alley Market greifen Touristen nur zu gerne auch bei gefälschten Markentaschen zu. Quelle: AFP

Taschen, so weit das Auge reicht: In Pekings Silk Alley Market greifen Touristen nur zu gerne auch bei gefälschten Markentaschen zu.

(Foto: AFP)

Prada, Gucci, Louis Vuitton, Armani, bekannte Markennamen wecken Begehrlichkeiten. Auch dann, wenn auf türkischen Touristenmärkten, auf den Brücken von Venedig oder auf dem Nachtmarkt in Hongkong vermeintliche It-Bags für ein Zehntel des Preises feilgehalten werden, den sie in den Original-Stores kosten. Besser Finger weg von Fakes!

Jedes Jahr werden auf Flughäfen tausende von gefälschten Markenartikeln beschlagnahmt. Der internationalen Markenartikelindustrie entstehen damit angeblich Milliarden von Schäden. Wenn man von Endverbraucherpreisen ausgeht. Mögen die Originalteile auch oft überteuert sein, Nachahmungen sind einfach zu billig, die Freude daran währt meist nur kurz.

Warum sind trotzdem so Viele so scharf drauf? Vielleicht, weil die raffinierte Luxusbranche, gerne mit künstlicher Verknappung arbeitet. Nicht alle Modelle, mit denen Superstars und Sternchen in den Hochglanz-Gazetten schlenkern, sind auch gleich zu haben. Da gibt es oft lange Wartelisten. Bis man dann endlich das begehrte Accessoire zugeteilt bekommt, ist längst schon wieder das nächste Model raus.

Inge Hufschlag ist Modekritikerin und Autorin der wöchentlichen Kolumne „Dress for Succes“. Quelle: Alexander Basta

Inge Hufschlag ist Modekritikerin und Autorin der wöchentlichen Kolumne „Dress for Succes“.

(Foto: Alexander Basta)

Da sind die Copy Cats in Asien schneller. Fast zeitgleich mit den Originalen tauchen begehrte Teile als Fakes auf diversen Touristenmärkten auf. Allerdings in verschiedenen Kategorien und Qualitäten. Während an windschiefen Ständen Billigst-Kopien schon für unter 100 Dollar zu haben sind, halten die Händler unterm Ladentisch Kataloge mit den besseren Kopien bereit, die ein Mehrfaches kosten – was allerdings immer noch einen Bruchteil vom Ladenpreis ausmacht.

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    Allerdings muss man den Mut haben, dem Händler in ein dunkles Hochhaus oder einen zugewachsenen Hinterhof zu folgen, wo er in einem fensterlosen Lager seine Ware bunkert. Eine Art gefakter Abenteuerurlaub, allerdings nicht für Jedermann und erst recht nicht für jede Frau.

    Offen angeboten findet man auf chinesischen Märkten auch schon mal Taschenmodelle, die aus Einzelteilen mit Gucci-, Prada, Donna Karan- und/oder Cavalli-Prägung zusammengesetzt sind. Unter der Hand wird gemunkelt, dass unterbezahlte Arbeiter diese kuriosen Multilabel-Fakes nach Feierabend zusammensetzen und dann auf eigene Rechnung verkaufen (lassen). Nicht original, aber originell. Wie die halbtransparente Plastiktasche mit dem scharfen Fotodruck einer Kelly-Bag für 25 Dollar. Die will allerdings gar kein Original von Hermes sein, sondern es nur ironisieren.

    Wie man eine Fälschung erkennt
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    2 Kommentare zu "Dress for Success: Die falsche Versuchung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nein, es geht wohl nur um das Marken-Label an sich (das ist ja auch geschützt worden), die gleich gemachte Tasche ohne Label wäre durchaus ok.

    • "Jedes Jahr werden auf Flughäfen tausende von gefälschten Markenartikeln beschlagnahmt. Der internationalen Markenartikelindustrie entstehen damit angeblich Milliarden von Schäden."

      Bin ich der Einzige, der die Markenfälschung OK findet? Was soll das sonst werden Urheberrecht fur Taschen?

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