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Dress for Success Hundstage für Männer

Es ist Sommeranfang. Es kann noch heiß werden. Aber für eine kurze Hose im Büro reicht das nicht, meint unsere Modekritikerin Inge Hufschlag.
10 Kommentare
Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

Heute, am 21. Juni ist Sommeranfang. Jetzt kommen sie wieder, die Hundstage der Männermode. Da geht der gute Geschmack in die Knie, in die knöcherigen, blassen. Je höher die Temperaturen, desto kürzer die Hosen. Prollig, praktisch, gar nicht gut. Doch wie wird, bleibt Mann bei knapp 30 Grad ein cooler Typ? 

Die Sonne bringt es an den Tag: Ihre gnadenlose Helligkeit teilt die Männerwelt in zwei Hälften. Da schlurfen auf der einen Seite die Modemuffel, die’s für sich (zu) offensichtlich gut finden, wenn ihre Beinkleider knapp ober- oder unterhalb vom Knie enden. Oh, Mann, das ging schon im vergangenen Sommer modemäßig so in die Hose. Ok, wir wiederholen uns, aber es muss sein: Kurze Hosen sind wirklich nur was für kleine Knaben, knackige Beach Boys oder als erkennungsdienstliches Beinkleid für stramme Fussballer. Untrainierte alabasterfarbene Stachelbeerwaden passen einfach nicht ins städtische Straßenbild, ebenso wenig wie mausgraue Zieharmonika-Socken in dackeldurchfallbraunen Sandaletten.

Gerade war wieder„Pitti Uomo“, Männermodemesse in Florenz. Da kann Mann sich abgucken, wie er noch bei 30 Grad eine Bella Figura macht: In lässig geschnittenen, ungefütterten Leinen-Sakkos und leichten, weiten Baumwollhosen, gekonnt kombiniert in gedeckten Sand- und Wasserfarben. Dazu geflochtene Ledergürtel in hellen Brauntönen und ebensolche durchbrochenen (geschlossenen!) Schuhe , durch die Luft zirkulieren kann. Echt, cool diese Florentiner Typen. Frau möchte ihnen glatt ein Kompliment machen. Aber da sind sie uns schon zuvorgekommen …

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10 Kommentare zu "Dress for Success: Hundstage für Männer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja, Alf-Strumpfhosen will wirklich keiner sehen. Schon gar nicht die blassen Berliner Beinchen, die im Prenzlberg aus kurzen Neon-Turnhosen staksen. :-)

  • Bei kurzen Hosen und Füssen scheiden sich immer die Geister. Als langjähriger Besucher des Pitti und modeinteressierter Mensch weiß ich, dass 99% aller Männer lieber keine kurzen Hosen tragen sollten und auch besser ihre Füsse immer in schönen Schuhen verstecken. Leider scheint die Selbstkritik gerade im Sommer mit zunehmenden Temperaturen zu leiden. So sieht man dann Dinge, die man lieber nicht sehen möchte....... Von daher bringt es Inge Hufschlag wie immer gekonnt auf den Punkt. Weiter so!

  • Kurze Hosen bei Männern müssen wirklich nicht sein. Schön, dass das mal jemand ausspricht. Was Männermode betrifft ist Italien hier mal wieder weit vorne.

  • EINFACH NUR PEINLICH !!!

    Dass eine seriöse Zeitung wie das Handelsblatt solchen Spießerinnen wie Frau Hufschlag eine solche Plattform gibt.

    Hätte der Mensch schon immer in solcher Denkhaltung gelebt, also: KEINE EXPERIMENTE !, dann würde er noch heute mit Bärenfellen bekleidet und mit Keulen "geschmückt" herumrennen.

  • Beginnen die Hundstage der Männermode oder der Mode'experten', denen wie üblich nichts anderes als diese 'keine kurze Hosen bei Männern'Leier einfällt, an die sich noch nie jemand gehalten hat?

    Wenn man sich in Prenzlberg oder Friedrichshain umschaut, geht der Trend eher sogar zu kürzeren "kurzen" als bisher.
    Bei einigen Männern möchte man die Beine nicht sehen, bei einigen Frauen genausowenig und bei vielen Menschen möchte man noch vieles mehr nicht sehen. Aber da wir ein freies Land sind, interessiert das nicht, und von daher werden modebewusste junge Männer dieses Jahr wie jedes Jahr weiter ihre kurzen Hosen tragen. Übrigens lustigerweise auch direkt zusehen in der Mailander Modestrecke, direkt verlinkt neben dem Artikel :)

  • Frau Hufschlag, Sie sprechen mir aus der Seele :-)

  • Im Büro trage ich meine Arbeitskleidung: ein Anzug (ja, mit langen Hosen). In meiner Freizeit? Das, wozu ich Lust habe. Und ich liebe kurze Hosen. Da zeige ich dann meine strammen (Radfahrer-Wanderer)-Waden - natürlich unrasiert.

  • Wenn ich das schon wieder lese "Kurze Hosen sind wirklich nur was für kleine Knaben, knackige Beach Boys oder als erkennungsdienstliches Beinkleid für stramme Fussballer." So ein Schmarrn! Dann sollen eben solche Damen wie die Autorin einfach ihre Blicke woanders hinlenken. Als ob diese es in der Hand haben was Männer anziehen oder nicht. Das Thema ist wohl eher ein Sommerloch.

  • Echt tolle Brille, Frau Hufschlag!

  • Eine kurze Hose bei Männern ist MEGA-NoGo ! Das sieht völlig unprofessionell aus. Das gilt übrigens nicht nur fürs Büro!

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