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Expertentipps zur Kreuzfahrt Sturz aus der Hängematte

Verletzungen im Urlaub sind nicht nur ärgerlich, gerade auf einer Kreuzfahrt können sie teuer werden.
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Beim temporären Leben auf vergleichsweise engem Raum steigt das Risiko für Krankheiten. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Schwimmende Kleinstadt

Beim temporären Leben auf vergleichsweise engem Raum steigt das Risiko für Krankheiten.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Hamburg Weite Teile der Erde erkunden, ohne ständig das Hotelzimmer zu wechseln: In diesem Jahr werden voraussichtlich 30 Millionen Menschen weltweit eine Kreuzfahrt antreten und sich auf einer schwimmenden Kleinstadt ihrem Traumurlaub hingeben – je nach Schiff mit bis zu 6.600 Mitreisenden.

Selbst für den Fall, dass die Schiffe nicht ausgebucht sein sollten, dürfte der Raum an Bord vergleichsweise beengt und das Risiko zu erkranken damit relativ hoch sein. Infektionen mit Salmonellen, Noro-, Grippe- und Erkältungsviren gehören zu den häufigsten Ursachen, warum moderne Kreuzfahrer das Bordhospital aufsuchen.

Hinzu kommen Unfälle, von denen nicht wenige in der Rechtsprechung dem „allgemeinen Lebensrisiko“ zugeschrieben werden: Verletzungen bei erhöhtem Seegang, darunter Knochenbrüche auf nassen Schiffsböden oder Stürze aus Hängematten.

Da kann schon der Eindruck entstehen, dass Kreuzfahrten keine wirklich sichere und medizinisch empfehlenswerte Art des Reisens sind. „Doch, das sind sie, wenn vorab eine kompetente und individuelle Reiseberatung erfolgt und wenn Hygienemaßnahmen unterwegs konsequent beachtet werden“, sagte Professor Berthold Petutschnigg im vergangenen Jahr auf einer Veranstaltung des Centrums für Reisemedizin (CRM), einem unabhängigen Institut in Düsseldorf.

„Unfall und Krankheit suchen sich den Ort des Geschehens nicht aus, kündigen sich nicht an und dauern unterwegs mindestens so lange wie zu Hause“, weiß der Chirurg und Notfallmediziner Petutschnigg aus Graz, der auch als Schiffsarzt arbeitet und als „Chief Senior Doctor“ Kreuzfahrtpassagiere betreut.

Mit anderen Worten: Selbst wenn es kaum möglich ist, sich hundertprozentig vor Krankheit und Unfall zu schützen, so lässt sich mit Vorsicht die Gefahr doch erheblich reduzieren. Planung, Umsicht und Sauberkeit sind die beste Basis. Je sorgfältiger Vorbereitung und Vorsorge sind, umso problemloser wird die Reise verlaufen. Andernfalls kann es teuer werden, unter Umständen sogar teurer als das ursprüngliche Pauschalpaket für die gesamte Reise.

Je sorgfältiger Vorbereitung und Vorsorge sind, umso problemloser wird die Reise verlaufen. Quelle: dpa
Entspanntes Leben auf Deck

Je sorgfältiger Vorbereitung und Vorsorge sind, umso problemloser wird die Reise verlaufen.

(Foto: dpa)

Zum einen können Passagiere meist keine Preisminderung oder keinen Schadensersatz beanspruchen, wie die Würzburger Tabelle zeigt, in der juristische Fälle aus dem Kreuzfahrtbereich gesammelt und ausgewertet werden. Zum anderen werden Behandlungen wie Privatarztleistungen abgerechnet, und das bis zum neunfachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte. Schon für einen bloßen ärztlichen Rat können knapp 100 Euro fällig werden; sind diese und andere Kosten nicht begründet, verweigern immer mehr Versicherer eine Übernahme.

Wer auf einer Kreuzfahrt so krank wird, dass gar die Bordmittel nicht reichen und ein Helikopter notwendig wird oder das Schiff außerplanmäßig den nächsten Hafen ansteuern muss, um den Patienten zunächst in eine Klinik und dann per Ambulanzflug womöglich zurück in die Heimat zu bringen, den dürfte folgende Frage besonders interessieren: Wer bezahlt das alles? Diese und andere Antworten finden sich in unseren Expertentipps für die optimale Reisevorbereitung und die Zeit an Bord:

Mehr: Günstige Arbeitskräfte befördern den Kreuzfahrt-Boom. Doch die Arbeitsbedingungen stehen in der Kritik. Der Aida-Chef wehrt sich.

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