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Falkensteins Weinmacher Wenn ein Winzer voll auf die Natur setzt

Der Winzer Norbert Fidesser gilt bei seinen Kollegen ein wenig als Außenseiter. Und doch zollen sie ihm alle Respekt. Das Erfolgsrezept des 40-Jährigen: Der Glaube an die Natur.
  • Pit Falkenstein
26.08.2011 - 11:18 Uhr
Pit Falkenstein ist Weinjournalist aus Köln. Quelle: www.uta-wagner.com
Sinn für Trauben

Pit Falkenstein ist Weinjournalist aus Köln.

(Foto: www.uta-wagner.com)

Platz Platz ist ein winziges Dorf nahe Retz. Zur tschechischen Grenze sind es nur ein paar Kilometer. Der alte Ortskern besteht aus eben mal 49 Häusern, die rund um einen Platz in der Mitte angeordnet sind. Archäologisch ist der Weiler hochinteressant. Reste einer der größten Kelten-Siedlungen Europas sind dort ausgegraben worden. Es fanden sich eigene Münzen und selbstverständlich auch weinbauliche Gerätschaften.

Das Haus 39 im Platter Rund ist ein hübscher alter Bauernhof. Dort lebt Norbert Fidesser mit Ehefrau Gerda und Kindern. Der 40-Jährige, ein fesches Mannsbild, gilt bei seinen Kollegen im Weinviertel ein wenig als Außenseiter. Und doch zollen sie ihm alle Respekt. Fidesser spricht in kurzen Sätzen, macht viele Pausen. Oft lacht er dazwischen.

Fidesser wusste als Bub schon, dass er Winzer werden wollte. Mit 17 ging er dem Vater Rudolf zur Hand. "Ich habe keine Fremdausbildung, war nicht im Ausland, habe mir niemanden zum Vorbild genommen", sagt er. Und das klingt sehr stolz. Es gab da nur eine Grundausbildung in der Landwirtschaftsschule in Hollabrunn bei Wien. Alles andere hat er gelernt, indem er zupackte.

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    Die ganze Familie macht mit. Ehefrau Gerda, die aus einem Nachbardorf stammt und auch aus dem Weinbau kommt, ist ihm eine unersetzliche Hilfe. Die Kinder gehen mit in die Reben, und es macht ihnen Spaß, wie der Papa lobt. Sein Vater Rudolf packt auch mit 76 Jahren tüchtig mit an.

    Seit zwei Jahren ist der Betrieb anerkanntes Bio-Weingut. Seit 25 Jahren wird kein Mineraldünger ausgebracht. Die Trauben werden "mit Glacé-Handschuhen behandelt", damit sie möglichst unbeschädigt in die Kelter kommen. So spart er Schwefel. Im Keller verwendet er keine Enzyme, keine Schönungsmittel, keine Reinzuchthefen. Die Moste vergären im Edelstahltank spontan, ohne Eingriff von außen. "Ich verlasse mich da auf die Natur und dann kommt schon etwas Gutes dabei heraus."

    Ganz eigener Duft
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