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Falkensteins Weinprobe Philosoph im Weinberg

Seit Jahrzehnten schon pflegt Marcel Lapierre die Rebgärten biodynamisch und lehnt das moderne Einmaleins der Kellerwirtschaft weitgehend ab. Seine Weine schwefelt er kaum, oft überhaupt nicht.

Es ist nicht einfach, an Marcel Lapierre heranzukommen. Nicht, dass er menschenscheu wäre. Im Gegenteil: Er liebt es, Freunde um sich zu scharen und mit ihnen lange, kluge Gespräche zu führen.

Seit Jahrzehnten schon pflegt er die Rebgärten biodynamisch und lehnt das moderne Einmaleins der Kellerwirtschaft weitgehend ab. Seine Weine schwefelt er kaum, oft überhaupt nicht.

Doch am Telefon meldet er sich ungern. Tagsüber steckt er meist in den Reben und will nicht gestört werden. Für den 55-Jährigen, der eher einem Literatur-Professor denn einem Winzer gleicht, ist Weinbau mehr als eine Sonderform der Landwirtschaft. Er begreift seinen Beruf geradezu philosophisch.

Seit Jahrzehnten schon pflegt er die Rebgärten biodynamisch und lehnt das moderne Einmaleins der Kellerwirtschaft weitgehend ab. Seine Weine schwefelt er kaum, oft überhaupt nicht.

Er verwendet keine gezüchteten Hefen, überlässt die Gärung vielmehr dem freien Spiel der Natur, was riskant ist. Doch hat er gelernt, mit Hilfe eines Mikroskops die Wein-Werdung zu verfolgen. Seit Jahren ist ihm kein Most mehr verdorben.

Den Winzern im Beaujolais wird gemeinhin nachgesagt, dass sie arg großzügig im Umgang mit Spritzmitteln sind. Als sich Lapierre also in jungen Jahren mit Ökologie befasste, da galt er als hoffnungsloser Spinner. Heute ist Lapierre unter seinesgleichen anerkannt - wegen seiner hervorragenden Weine. Auch wird ihm hoch angerechnet, dass er jüngeren Kollegen gern mit Rat und Tat weiterhilft.

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