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Weingut Gruber Aufsteigende Winzer-Talente aus Württemberg

Sieben Winzerinnen aus Württemberg bieten unter einem Etikett streng geprüfte Gewächse an, die sie schlicht „der Trollinger“ nennen. Eine von ihnen ist Andrea Gruber, die mit ihrem Mann Markus ein Weingut nahe Heilbronn besitzt.
  • Pit Falkenstein
01.07.2011 - 17:08 Uhr Kommentieren
Pit Falkenstein ist Weinjournalist in Köln. Quelle: Dominik Asbach

Pit Falkenstein ist Weinjournalist in Köln.

(Foto: Dominik Asbach)

Die Mitgliedschaft in einer Weingärtnergenossenschaft aufzukündigen, gilt in Schwaben als genauso schlimm wie der Austritt aus der Kirche oder die zweite Scheidung. Markus Gruber war noch klein, als seine Eltern in Eschenau nahe Heilbronn ein eigenes Weingut gründeten „Es waren schwere Zeiten“, erinnert sich der heute 33-Jährige. „Wir wurden arg schräg im Dorf angeguckt.“

Heute sind die Grubers angesehene Leute im Ort. Sohn Markus leitet den 15-Hektar-Betrieb gemeinsam mit Frau Andrea. Die beiden besuchten gemeinsam die Weinbaulehranstalt im nahen Weinsberg, waren schließlich Praktikanten in Südtirol und in Neuseeland.

2003 kehrten sie zurück. Markus Gruber erklärte sich bereit, das Gut zu übernehmen. Allerdings müsse sich der Vater, der damals erst 50 Jahre alt war, allmählich zurückziehen. „Ich will nicht ewig Sohn sein“, stellte der Junior klar. Im Jahr darauf wurde Freundin Andrea zur württembergischen Weinkönigin gewählt. Zwölf Monate war sie mit diesem Job ausgefüllt. Dann wurde geheiratet.

Die 31-Jährige hat 2007 den Zirkel der „Trollinger-Evas“ mitgegründet. Sieben Winzerinnen aus allen Teilen Württembergs bieten unter einheitlichem Etikett ausgesucht gute, streng geprüfte Gewächse an, die sie schlicht, doch selbstbewusst „der Trollinger“ nennen (Betonung auf „der“). Ehemann Markus lässt ihr bei der Auswahl des Eva-Weins freie Hand. Sie holte das Lesegut von einer besonderen Parzelle in der Lage Eschenauer Paradies. Dort stehen 30 bis 40 Jahre alte Reben am steilen Gipskeuper-Hang. Beim 2010er betrug die Erntemenge weniger als die Hälfte des Zulässigen. Die Beeren hatten harte Schalen. „Das brachte den intensiven Geschmack“, erklärt die Winzerin.

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    Der Wein ist ungemein rassig, knackig und fruchtbetont. Die herzhaften Düfte von Rauch, Steinen und Pfeffer zeigen den mineralischen Reichtum, der typisch für den neuen Jahrgang ist. Die Frucht von roten Johannisbeeren wird von einem Hauch Mandel umspielt. Zum Weingut Gruber gehört eine kleine Gastwirtschaft. Stammgericht ist Schlachtplatte, die perfekt zu diesem Trollinger mundet.

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