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Heißester Garten in Deutschland Wie Oma Magdalena Touristen nach Kitzingen lockt

Der Garten von Oma Magdalena ist berühmt. Das liegt nicht am leckeren Obst, sondern an einer Wetterstation. Die misst immer wieder Höchsttemperaturen im Sommer – und hat Kitzingen zum heißesten Ort Deutschlands gemacht.
21.06.2017 - 10:41 Uhr Kommentieren
Die Messstation von Oma Magdalena ist eine von rund 500 in Deutschland, die automatisch Daten zu Niederschlag, Temperatur und Wind aufzeichnet. Quelle: dpa
Deutschlands heißester Ort

Die Messstation von Oma Magdalena ist eine von rund 500 in Deutschland, die automatisch Daten zu Niederschlag, Temperatur und Wind aufzeichnet.

(Foto: dpa)

Kitzingen Es ist zehn Uhr morgens. Keine Wolke am Himmel. Die Sonne brennt heiß. Magdalena Michelsen schaltet ihren Wettercomputer ein, klickt sich durchs Menü und findet die aktuellen Daten. „Schon 25,4 Grad Celsius“, sagt die 84-Jährige. „Das wird heute wieder ein Hitzetag.“

Oma Magdalena kennt sich aus. Denn in ihrem Garten im unterfränkischen Kitzingen steht die Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD), die immer wieder Rekordtemperaturen meldet. Am 5. Juli und am 7. August 2015 schaffte sie es in fast alle Medien.

An beiden Tagen wurden 40,3 Grad Celsius in Michelsens Garten gemessen. Laut DWD ist das die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881.

„Logo, da bin ich schon stolz drauf. Wir haben uns ja auch die Arbeit gemacht“, sagt die Rentnerin zufrieden. Seit 19 Jahren steht die Messstation gleich neben dem Haus auf einer großen Wiese. Bis 2005 musste die Familie täglich mehrfach selbst messen und die Daten zum DWD schicken.

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    Die Wetterstation war die große Leidenschaft ihres Mannes - und auch seine Verpflichtung. „Wenn wir irgendwo eingeladen waren, sind wir gegangen, wenn es am schönsten war. Dann haben wir gemessen und sind wieder zurückgefahren“, erinnert sich Michelsen. Selbst der Urlaub musste hintenanstehen.

    Mittlerweile misst die Station alles selbst und übermittelt die Daten automatisch zum DWD. Nur die Schnee- und Regenmengen muss Michelsen selbst messen und melden. „Bis morgens acht Uhr.“ Und natürlich hält sie die kleine Anlage mit den drei Sensoren für Niederschlag, Temperatur und Wind auch in Ordnung. „Rasen mähen, Unkraut wegmachen, die Sensoren putzen und sauber halten. Das muss schon alles seine Ordnung haben“, sagt die sechsfache Großmutter.

    „Heißeste Stadt Deutschlands zu sein, ist das i-Tüpfelchen.“
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